1.Petrus Kapitel 1

24.11.2025 – 1.Petrus Kapitel 1
Wann war die Grundlegung der Welt?
Was ist die Welt im biblischen Sinne?
Warum sind Christen Fremdlinge auf Erden?

Voller Vorfreude starteten wir am 24.11.25 in den ersten Petrusbrief.

Nach einem Gebet erfolgte ein Warm-up in Bezug auf den Schreiber. Was fiel dem Einzelnen spontan zur Person des Petrus ein, der ja der Schreiber der zwei gleichnamigen Briefe ist. Eine ganze Menge, so stellten wir fest. Ja, zweifellos war Petrus ein Mensch, den man einfach gerne haben musste, einer, der da spontan da war, einer, der sich was traute, einer, der handelte, einer, der fragte, aber auch einer, der sich immer wieder korrigieren musste und dies auch tat. So eine Art Christ bereichert zweifellos jede Gemeinde. Und dann ging es auch schon los mit dem Inhalt des ersten Kapitels.

Der Inhalt der ersten zwei Verse beschäftigte uns gute zwanzig Minuten. Hier finden wir erneut die Aussage, dass die Auserwählten zerstreut sind und als Fremdlinge auf der Erde weilen. Sie leben, wie Petrus damals schon festhielt, unter Menschen, die nicht an Christus glauben. Faszinierend, was die Herzen der einzelnen Teilnehmer hierzu alles in Verbindung mit unserem bisherigen Bibelforschen offenbarten. Es wurde daran erinnert, dass Paulus schon davon sprach, dass Christen hier auf Erden kein Bürgerrecht haben. Selbst König David betete schon – siehe 1. Chronika 29 Vers 15: „Wir sind vor dir nur Gäste auf dieser Erde, Fremde ohne Bürgerrecht, so wie unsere Vorfahren. Unser Leben ist vergänglich wie ein Schatten. …“ Sieht man dies an deinem Lebenswandel, an deiner Einstellung zur Welt, an deinem Verhalten – bist Du, so wie es unser Herr Jesus auch forderte, tatsächlich kein Teil dieser Welt? Diese Fragen muss sich jeder Christ selber beantworten, denn er muss ja auch alles, was er tut, selber vor dem Herrn verantworten. Wie schaut dein christliches Verständnis in Bezug auf diese klaren Aussagen in Puncto „Wählen“ aus. Bist Du in dieser Welt wirklich ein Fremder, einer ohne Bürgerrecht, ein Fremdling, einer, der sich jeden Tag nach seiner wirklichen Heimat, der himmlischen, sehnt? Oder bist Du jemand, der hier Wurzeln schlägt, der sich viel aufbaut, das Leben in vollen Zügen genießt, mitnimmt, was die Welt bietet? Eines ist sicher: Dein Lebenswandel, Deine Einstellung, Deine Sprache und Dein Denken verraten in diesen und vielen weiteren Punkten, ob Du wirklich ein Christ bist!

Dann ging es weiter mit den Versen 3-12, in denen Petrus, der jahrelang mit unserm Herrn Jesus zusammen war, den Vater und Jesus klar als getrennte Personen erwähnt – so wie auch sein Apostelkollege Paulus. Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Es brennt in uns allen wie ein Feuer, diese klaren Aussagen immer wieder anzusprechen. Ein No-Go für jeden von uns Christen, Jesus als Vater oder Teil des Vaters zu bezeichnen. In unserem gesamten Studium des neuen Testamentes fanden wir keinen haltbaren, stimmigen Hinweis, dass die Bibel eine Dreieinigkeit oder einen dreieinigen Gott lehrt. Ebenso absolut keinen haltbaren und stimmigen Hinweis, dass Jesus im Himmel der Vater ist oder ein gleichberechtigter Teil des Vaters. Dafür fanden wir hunderte von klaren Aussagen, dass Gott, der Allmächtige, den wir ausschließlich anbeten sollen, der Vater ist. Jesus dagegen ist sein Sohn, der vom Vater gezeugt, erschaffen worden ist. Jesus selbst sagte: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott“ – Johannes 20 Vers 17! Erneut stellten wir fest, dass die meisten Christen, beginnend mit dem Abfall im ersten Jahrhundert, also nur wenige Jahre nach Jesus Leben hier auf Erden, schon bei dieser klaren Lehre des Wortes Gottes durch irreführende Aussagen von Menschen und falschen Propheten vom einfachen Evangelium abgebogen sind. Kein Mensch wird derzeit in seinem unvollkommenen Zustand je den Vater und den Sohn in vollem Umfange erkennen und begreifen können. Das wusste unser Vater im Himmel sehr wohl, weshalb er uns auf einfache Art und Weise anhand von Veranschaulichungen und Beispielen, die wir kennen, erklärt hat, wer er und wer sein Sohn ist. Er ist der Vater, Jesus ist sein Sohn.

Stell Dir hierzu einmal folgende Szene vor: Dein achtzehnjähriger Filius (Sohn) wir von der Polizei vernommen, weil er zu schnell gefahren ist. Du gehst als Vater nun auf die Polizeiwache und erklärst dort, dass dein Sohn zwar dein Sohn ist, gleichzeitig aber auch der Vater, also du selbst ist. Weil Dein Sohn sowohl Sohn als auch Vater ist, bist eigentlich auch du gefahren. Sicher ist Dein Sohn hier Sohn aber er ist eben auch Vater. Kannst Du Dir das verwunderte Gesicht der Beamten vorstellen? Kannst Du Dir ausmalen, was sie gerade denken? Du legst nun noch eins drauf, indem du den Beamten erklärst: Schauen Sie, meine Herren, im Gesamten ist es ein unerklärliches Geheimnis, was ich Ihnen hier mitteile. Alles, was ich von Ihnen erwarte, ist, dass Sie mir glauben und dies so akzeptieren. Sie kennen so etwas zwar in keiner Weise, denn niemand war je Vater und Sohn in einer Person, dennoch ist es eben so. Klar sehen Sie hier zwei verschiedene Personen, aber tatsächlich sind wir eins, eine Person. Überlege dir einmal, ob jetzt nicht Handschellen klicken würden und Du einer psychologischen Untersuchung unterzogen würdest. Leider fehlt im kirchlichen Glaubensleben solch eine psychologische Untersuchung, denn hier reden Millionen von Christen genau diesen Irrsinn in Bezug auf den himmlischen Vater und den Sohn. Warum? Weil sie falsch abgebogen sind, die Wahrheit des Wortes Gottes verlassen haben, falschen Lehrern gefolgt sind, ja tatsächlich nicht beachtet haben, wovor Jesus eindringlich warnen ließ. Ja, sie lehren, glauben und erzählen in vollem Umfange etwas anderes als das, was die Bibel lehrt, behaupten aber gleichzeitig, dass sie Jesus folgen, seine Jünger sind. WACHT BITTE AUF. Der Vater im Himmel sagt uns: Dieser ist mein Sohn, hört auf ihn. Jesus hat sich nie als Vater bezeichnet, Jesus lehrte nie, dass man zu ihm beten sollte – im Gegenteil, er lehrte uns u.a. im Vaterunser zu seinem und unserem Vater zu beten.

Weiter ging es mit dem Thema Wiedergeburt. Wir Christen sind neu geboren durch Jesus, erfüllt mit der lebendigen Hoffnung auf ein ewiges Leben, das im Himmel für uns aufbewahrt ist. Das ist die Hoffnung, die die Bibel, das Evangelium tatsächlich lehrt. Paulus sagte hierzu in Kolosser 1 im Vers 5: „Von dieser Hoffnung habt ihr gehört, als man euch das Wort der Wahrheit, die rettende Botschaft von Jesus Christus, verkündete.“ Gehörst Du einer Glaubensgemeinschaft an, die dich eine andere Hoffnung als diese lehrt, dann bist du mit dieser ebenfalls vom Wort Gottes abgebogen, sprich Du hast das einfache Evangelium verlassen und folgst Irrlehrern und falschen Propheten. Es gibt weder zwei Klassen von Christen, noch eine Gruppe auserwählter Christen, die himmlisches Leben und eine Gruppe, die irdisches Leben empfängt. Lies mal in den Evangelien nach, was Jesus dem Nikodemus in Bezug auf Wiedergeburt erklärte. Lies mal ab der Apostelgeschichte im neuen Testament nach, wie Christen getauft worden sind. Erforsche wie wir, dass die richtige Taufe die Grundlage dafür ist, dass der Heilige Geist richtig in Dir fließen kann. Einfach ausgedrückt: Du bist weder als Katholik, als Evangelist noch als Zeuge Jehovas gemäß den klaren Aussagen der Bibel richtig getauft. Wer nicht richtig getauft ist, hat die Grundlage nicht gelegt, dass der Heilige Geist mit Eifer in ihm wirkt. Wo der Heilige Geist nicht wirkt, wirken gemäß den Briefen des Paulus andere Geister. Wo andere Geister wirken, zieht Christus nicht ein. All das lehrt uns tatsächlich die Bibel so auf ganz klare und einfache Art und Weise. Verstehen kann man die Weisheit von oben, also das Wort Gottes, allerdings nur mit Hilfe von oben, mit Hilfe des Heiligen Geistes. Und da schließt sich der Kreis wieder für alle, die bereits bei der Taufe schon falsch abgebogen sind. Nicht umsonst warnt uns das Wort Gottes: Prüft alles, ja sogar die inspirierten Schriften. Mal ehrlich: Hast Du Deine Taufe schon einmal anhand des Wortes Gottes überprüft? Verstehst Du wirklich, was wiedergeboren bedeutet? Auch hier gilt zu beachten, wozu uns der himmlische Vater aufgefordert hat: Dieser ist mein Sohn, hört auf ihn. Ja hört auf ihn, nicht auf Menschen, die sich seine Stellvertreter oder Brüder nennen, die Euch falsche Lehren lehren.

Die Verse 13-25 bereiteten uns noch viele weitere schöne Gesprächspunkte. Ein Christ stellt sich auf das Ziel seines Glaubens ein, war einer davon. Unser Ziel ist es, endlich heimgeholt zu werden, heimgeholt zum Vater, zur Hochzeit des Lammes im Himmel. Daher arbeiten wir daran, wie es der Vers 16 sagt, heilig zu werden. Deshalb führen wir unser Leben in Ehrfurcht, solange wir hier mitten unter Menschen leben müssen, die Christus nicht kennen. Als Kinder Gottes legen wir alles ab, was uns früher in unserer Unwissenheit beherrscht hat, wir bleiben nüchtern, besonnen und arbeiten daran, in unserem ganzen Wandel heilig = rein zu bleiben. Stell Dir einmal eine Hochzeitgesellschaft vor. Ein herrlicher Sonnentag. Alle sind schön und sauber gekleidet, alle wissen sich zu benehmen, jeder will dazu beitragen, dass das Brautpaar den schönsten Tag im Leben erlebt. Eine Gesellschaft von Menschen, die sich zu benehmen weiß und die Freude ausstrahlt. Draußen vor der Tür stehen viele Gäste, die gerne mitgefeiert hätten. Allerdings wissen sich diese Menschen weder zu benehmen noch ordentlich zu kleiden. Sie haben ganz andere Werte, als die eingeladenen Gäste. Genau so wird es kommen, wenn der Herr Jesus seine Braut zu sich holt. Draußen bleiben die, die in ihrem Leben weder bereit waren, die neue Persönlichkeit anzuziehen (sich anständig zu kleiden), noch ausschließlich auf die Anweisungen des Bräutigams zu hören, ausschließlich diesem nachzufolgen sowie die, die es versäumt haben, heilig, rein zu werden. Auch dies lehrt uns das Wort Gottes so in aller Deutlichkeit.

Abschließend unterhielten und tauschten wir uns noch intensiv zum Vers 20 aus. Was ist die Grundlegung der Welt im biblischen Sinne? Wo steht in den Schriften, in welcher Zeit diese begann? Was ist die „Welt“ im biblischen Sinne? Was lehrt uns die Heilige Schrift hierzu? Die Antworten, lieber Leser, hast Du Dir leider entgehen lassen, denn Du hast unserem Bibelforscherabend nicht beigewohnt. Hundert Prozent Bibel war auch in Bezug auf diese Fragen wieder angesagt. In unserer Runde wird das Wort Gottes aufgeschlagen und anhand diesem argumentiert. Wir brauchen keine Erklärungen von Menschen, keine Abhandlungen von Websiten – nein wir haben auch an diesem Abend um den Heiligen Geist gebetet und diesen bekommen. Du ahnst wirklich nicht, was Dir entgeht. In diesem Sinne – Deine Brüder und Schwestern im Herrn!