1.Petrus Kapitel 3 – Verse 18-22

15.12.2025 – 1.Petrus Kapitel 3 Verse 18-22
Wie wichtig ist die Taufe?
Was ist der Unterschied zwischen dem Tartarus und dem Abgrund?

Am 15.12.2025 widmeten wir unsere Aufmerksamkeit noch den letzten fünf Versen (18-22) des dritten Kapitels des ersten Petrusbriefes. Keiner von uns hätte vorab geahnt, dass uns der Inhalt dieser fünf Verse den ganzen Abend so positiv beschäftigen wird. Wir spürten, wie an diesem Abend der Heilige Geist wieder in uns wirkte und wie wichtig es tatsächlich ist, mit anderen Bibelforschern und Christen zusammenkommen und dabei den Freimut der Rede zu bekunden. Gerade wenn jemand eine etwas andere Sichtweise zu biblischen Aussagen hat, ist es wichtig, diese zu äußern und bereit zu sein, seine biblischen Argumente mit denen, die seine Mitchristen darlegen, zu vergleichen. So können beide Parteien ihre Sicht- und Denkweise überprüfen und am Ende tatsächlich erkennen, was das Wort Gottes im Gesamten dazu lehrt oder aussagt.

Diese schöne Erfahrung durften wir am 15.12.2025 erneut zusammen machen und es war eine wahre Freude zu sehen, wie alleine anhand des Wortes Gottes argumentiert worden ist. Bibelstellen und biblische Beispiele sprudelten wahrlich aus jedem Teilnehmer heraus und alle waren ausschließlich daran interessiert, die vielen Anhaltspunkte, die das Wort Gottes lieferte, in Einklang zu bringen, so dass am Ende tatsächlich für jeden sichtbar war, was die Bibel tatsächlich lehrt. Es zeugt wirklich von christlicher Liebe und Wesensart, so einen lebendigen, stellenweise auch emotionalen Austausch online zu pflegen, denn es erfordert von allen Teilnehmern

  1. wirkliches Interesse am Wort Gottes,
  2. wahres Interesse an seinen Glaubensgeschwister,
  3. Respekt und Verständnis für die Sichtweise seines Mitchristen sowie
  4. Geduld den anderen in Ruhe aussprechen zu lassen und zu warten bis man mit der Erklärung seiner Argumente an der Reihe ist.
  5. Disziplin, beim Thema zu bleiben und Parallelgedanken erst einmal zurückzustellen, damit ein vernünftiger und sachlicher Austausch stattfinden kann.         

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer für die Liebe, den Respekt, die Disziplin, das Verständnis für den anderen und die Ehrlichkeit gegenüber dem Wort Gottes, die jeder von euch erneut bewiesen und gezeigt hat. Dafür wurden wir zweifellos von oben mit reichlich Erkenntnis und Freude gesegnet. Am Ende durften wir zusammen erneut erleben, was in Kolosser 3 in den Versen 15-17 geschrieben steht: „Und der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Gott hat euch dazu berufen, in Frieden miteinander zu leben; ihr gehört ja alle zu dem einen Leib von Christus. Dankt Gott dafür! Lasst die Botschaft von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. Unterweist und ermahnt euch gegenseitig mit aller Weisheit und dankt Gott von ganzem Herzen mit Psalmen, Lobgesängen und Liedern, die euch Gottes Geist schenkt. Ihr habt doch Gottes Gnade erfahren! All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.“

Genau das war am Ende unser aller Wunsch – Gott, unserem Vater zu danken. Stefan sprach ein wirklich sehr berührendes Gebet. Wir schreiben das hier so nieder, weil wir genauso fühlen wie der Psalmist, der in Psalm Kapitel 9 im Vers 2 mitteilt: „Ich will ⟨dich⟩ preisen, HERR, mit meinem ganzen Herzen, will erzählen alle deine Wundertaten.“

Wir empfanden es als wahre Wundertat Gottes, durch unseren Herrn Jesus in unserer Mitte (Mat. 18 Vers 20) so wunderbar und umfassend zu folgenden Gedanken belehrt worden zu sein. Im Endeffekt hatten wir erneut ein Zusammenkommen nach dem Vorbild der ersten Christen, bei dem jeder zu Wort kommt, bei dem nur anhand der Schriften gelehrt wird und bei dem alles Gesagte anhand der Schriften überprüft wird.

Die Themen, die sich an diesem Abend zu den oben genannten fünf Versen ergaben, waren folgende:

  • Vers 18: Kein Christ sollte denken, dass er ein ruhiges Leben ohne Leid, Anstrengung, Drangsal und Bedrängnis führen kann.
  • Vers 19: Wann und warum wurde den Engeln im Tartarus gepredigt? Ist der Tartarus der gleiche Ort wie der Abgrund? Wo und wie erklärt die Bibel den Unterschied dieser beiden Örter?
  • Verse 20,21: Was sagt uns die Aussage, dass zur Zeit Noahs nur acht Menschen gerettet wurden? Was lernen wir daraus für unsere heutige Zeit in Verbindung mit der von Gott gebotenen Rettung durch Christus? Was lehrt Petrus tatsächlich mit dem Vergleich „Arche als Rettungsvorkehrung“ = „Taufe als Rettungsvorkehrung“? Was symbolisiert die Taufe tatsächlich? Ist die Taufe zwingend notwendig? Wenn ja, für wen? Wie muss sie gemäß dem Wort Gottes tatsächlich erfolgen? Was wären die Folgen einer falschen, nicht biblischen Taufe?
  • Vers 22: Was bedeutet es denn tatsächlich, dass Jesus nach seiner Rückkehr in den Himmel alle Macht und Gewalt erhalten hat?

Wie wir an diesem Abend erneut feststellten, ist es unerlässlich stets alle Aussagen, die die Bibel zu einem Thema macht, zu berücksichtigen. Es ist fatal, sich nur auf die Aussage eines oder von ein paar Versen zu beziehen und darauf sein Verständnis zu begründen, sich daraus gar eine Glaubenslehre zu kreieren. U.a ist es genau deshalb ein biblisches Gebot, zusammenzukommen, um sich gegenseitig an Hand des Wortes Gottes zu erbauen, zu ermahnen, zurechtzuweisen und zu erziehen. In jedem Christen wirkt der Heilige Geist in einem anderen Maße. Dies ist zweifellos abhängig davon, wie er sich diesem als Einzelner öffnet, wie sehr er persönlich den Christus in sich einziehen lässt und in welchem Maße wer zulässt, dass er in ihm wirken kann.

Kommen wir mit anderen bibeltreuen Christen zusammen, fließt der Heilige Geist in vermehrtem Sinne und bietet erneut jedem Einzelnen die Möglichkeit, anzunehmen, was er offenbart. In welchem Maße der einzelne Christ dies tut, ist ihm tatsächlich selbst überlassen, denn weder der Vater noch der Sohn zwingen irgendjemanden zu irgendetwas. Unsere Aufgabe als Christen ist es, den Christus in uns wirken zu lassen und uns durch ihn mit Heiligem Geist befüllen zu lassen. Wer sich diesem Prozess unterzieht wird feststellen, dass es tatsächlich eine Einheit, eine Lehre, einen Glauben, eine Taufe, einen Herrn, einen Vater, einen Retter und ein Volk Gottes gibt. Er wird wie wir, glücklich sein, zum Leib Jesu, zum Tempel Gottes gehören zu dürfen und er wird sich jeden Tag danach sehnen, dass der Herr kommt und ihn heimholt.

Wie in unseren Beiträgen hier immer wieder betont, liegt die Ursache der unzähligen Theologien und Lehren in der Christenheit darin, dass Menschen, die sich Christen nennen, einfach nicht in vollem Umfange akzeptieren und annehmen wollen, was die Bibel und zu einem Thema lehrt. Selbst wenn sie durch Mitchristen unter Wirkung des Heiligen Geistes auf ein falsches Verständnis aufmerksam gemacht werden, selbst wenn ihnen anhand der Bibel bewiesen wird, dass diese tatsächlich etwas anderes lehrt, lehnen viele Menschen, die sich Christen nennen, die tatsächliche Wahrheit ab. Sie wollen sie nicht sehen. Sie treten den Christus und seine Lehren mit Füßen – wie wir das in Hebräer bereits ausführlichst besprochen haben. Wer die Wahrheiten und klaren Aussagen der Bibel unter die Aussagen von Menschen, Religionsführern, selbsternannten Stellvertretern Gottes auf Erden oder den selbsternannten Brüdern Christi auf Erden stellt, wird sich vor Jesus dafür verantworten müssen. Jesu wahre Nachfolger handeln so wie Paulus an die Korinther schrieb – siehe 2. Korinther 13 Vers 8: „Gegen Gottes Wahrheit können wir ohnehin nichts ausrichten, wir können nur für sie eintreten.“

Am 22.12.2025 treffen wir uns zur Lesung und Besprechung von 1. Petrus Kapitel 4. Hier werden wir u.a. daran erinnert, dass sich jeder vor Gott verantworten muss und dass daher jeder seine von Gott gegebene Gabe im positiven Sinne einsetzen und gebrauchen soll. Sicher erwartet uns an diesem Abend wieder eine sehr erbauende und lebendige Zusammenkunft. In diese Vorfreude auf den biblischen Lesestoff passt auch die Quintessenz, die ein Teil unsere Unterhaltung vergangenen Montag zu Tage brachte. Wahren Christen ist keine Aufgabe, kein Pflicht, keine Aufforderung der Bibel eine Last. Im Gegenteil – alles was von ihnen verlangt wird, tun sie aus Liebe und Dankbarkeit, ja es ist ihnen ein Wunsch, ihrem Herrn in allem treu zu sein, ihrem Herrn so zu gehorchen, wie er seinem und unserem Vater gehorcht – bedingungslos, mit dem Wissen, dass der Vater weiß, was am Besten für sie ist. Dazu gehört die stetige Verbesserung, der Drang sein Tun und Handeln zu perfektionieren, sein Wissen zu erweitern. Nur so kann ein Christ Schritt für Schritt sein Leben neu gestalten, Stück für Stück heiliger, reiner werden. Genau dazu fordert Petrus in 1. Petrus 1 Vers 14-16 ja auch auf: „Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.«“

Zusammenkommen, wie wir sie jeden Montagabend pflegen, helfen einem Christen zweifellos an seiner Heiligkeit zu arbeiten. Stell Dir vor, Du wärst am vergangenen Montag nicht beim Studier- und Forscherabend mit dabei gewesen – Du hättest dieses Feuerwerk, diese Explosion an göttlicher Weisheit und Erkenntnis versäumt? Damit hättest Du tatsächlich eine Chance verpasst, die richtige Einstellung erklärt zu bekommen, die man benötigt, um alles, was die Bibel lehrt, anzunehmen. Ferner hättest Du die Ermunterung verpasst, stets daran zu denken, die Gesamtaussagen der Bibel zu betrachten. Es mag zweifellos vieles auf uns Christen einströmen. Zweifellos haben wir alle viele Verpflichtungen und Aufgaben. Aber – ja ABER! – wir haben tatsächlich wenig Möglichkeiten uns mit gleichgesinnten, bibeltreuen Christen zu treffen. Halte ich mir diese Möglichkeit frei oder streiche ich diese zu Gunsten anderer aus, die ansonsten keine Zeit oder keinen Termin für mich frei haben? In dieser Überlegung wäre Mat. 6 Vers 33 sehr interessant. Wenn wir die Zeugen Jehovas hier auch sehr oft in Bezug auf ihre Bibelauslegung und ihr unchristliches Verhalten schellten, erwähnen wir hier auch gerne einmal etwas positives über diese Christen. In kaum einer Kirche wird so viel Nachdruck darauf gelegt, das Zusammenkommen nicht zu versäumen. Warst Du bei den Zeugen Jehovas? Dann leg das wenige Gute, was Du bei ihnen gelernt hast, nicht ab – gib Dein Zusammenkommen niemals auf, vergib den Montagabend nicht leichtfertig für andere Termine, gar für Menschen oder Veranstaltungen, die Dich Deinem himmlischen Vater in keiner Weise näher bringen!

Die Explosion an Freude, Erkenntnis und Verbundenheit, die wir am Montag wieder erleben durfte, hätte im Nachhinein sicher keiner von uns versäumen wollen. Chistsein ist ein stetiger Weg der Verbesserung und der positiven Veränderung. Jeder noch so kleine Mosaikstein ist am Ende für das Gesamtbild wichtig – vergiss das bitte nie.