2. Johannes

23.02.2026 – 2. Johannes
Wie muss sich ein Kind Gottes vor einem Irrlehrer und Antichristen schützen?
Erkennst Du die Empfehlung Deines Vaters in Bezug auf Deinen Selbstschutz?

Was fiel uns denn so alles im zweiten Brief des Johannes auf?

Einmal die Aussage im Vers 3 „Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott, dem Vater, und von dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe!“ (Schlachter). Wir haben inzwischen aufgehört zu zählen, wie oft in den einzelnen Bibelbüchern klar herausgestellt wird, dass Jesus nicht Gott und nicht Vater ist, sondern eine eigene Person. Das Lesen solch klarer Aussagen beglückt unser Herz dennoch, weil wir hier jedes Mal daran erinnert werden, dass wir dies nur durch das Wirken des Heiligen Geistes erkennen dürfen, während dies Millionen von anderen Christen verborgen bleibt, weil sie sich weigern, den Heiligen Geist in sich wirken zu lassen.

Der Vers 4 begeisterte uns ebenfalls. Hier lesen wir: „Es freut mich sehr, dass ich unter deinen Kindern solche gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln, wie wir ein Gebot empfangen haben von dem Vater.“ (Schlachter). Auch solche Texte beglücken uns, denn sie bestätigen unser Verständnis und unser Bemühen, aktive, tatkräftige, fleißige und bemühte Christen zu sein. Schon die Briefe des Paulus lehrten uns, dass Christsein nicht darin besteht, sich „berufen“ zu fühlen, sondern aktiv gemäß seiner Berufung so zu leben, dass der Herr uns bei seinem Kommen auserwählt und zu sich nimmt. Interessant, was das Wort „wandeln“ in diesem Text sinngemäß aussagt. In der Wahrheit zu wandeln bedeutet, sich formen zu lassen, ein anderes Wesen anzunehmen, seine Gestalt zu verändern, sich fortwährend zu verändern. Auch dies erkennen nur die Christen, die den Heiligen Geist in sich wirken lassen, die sich vom Herrn durch diesen befüllen lassen. Denn nur die wirksame Kraft des Vaters kann diesen Wandel in einem Christen bewirken. Nur durch den Heiligen Geist wird er von innen heraus erneuert.

Die Verse 5 & 6 fielen uns ebenso auf. Die Liebe, die wahre Christen wie ein Band verbindet, kommt aus dem Halten der Gebote Gottes. Fängt ein Christ an, für sich zu entscheiden, das ein oder andere Gebot Gottes zu missachten oder außer Kraft zu setzen, dann erkaltet auch seine Bruderliebe ein Stück weit. Daher ist es uns so wichtig, dass wir uns gegenseitig in der Gemeinde und bei unseren Treffen ermahnen und erbauen. Achtet aufeinander, so fordert uns das Wort Gottes auf. Ja, achtet aufeinander, nicht kontrolliert einander. Letzteres wollen wir niemals tun, das erlebten wir bereits in den Kirchen und Religionen, denen wir in der Vergangenheit angehört haben. Nein, wir haben gelernt und verstanden, dass wir in Liebe und Aufrichtigkeit aufeinander achten und uns gegenseitig Rat geben, wenn wir erkennen, dass jemand auf Abwegen geht. So tun wir unser Bestes, unseren Bruder zur Besinnung zu bringen und erhalten uns damit die Liebe, die uns verbindet.

In Verbindung mit dem Halten der Gebote Gottes spricht Johannes erneut die Gefahr an, die von Irrlehrern und Antichristen ausgeht. Im Vers 8 sagt er: „Seht euch vor, dass wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen!“ (Schlachter). In dieser Aussage fasst Johannes tiefe Wahrheiten zusammen, die ein Christ nie vergessen sollte. Zunächst hält er fest, dass ein Christ alles verlieren kann, wenn er sich falschen Lehrern, Irrlehren und Antichristen zuwendet. Immer wieder hört man Christen sagen und lehren: „Einmal gerettet, immer gerettet“. Dass diese Aussage aber eine Lehre des Antichristen ist, haben Christen, die diese Meinung vertreten, anscheinend nicht kapiert, denn wie könnte Johannes sonst unter Inspiration davor warnen, dass man seinen Lohn, das ewige Leben, wieder verlieren kann? Natürlich erkennt man dies auch nur, wenn man sich vom Heiligen Geist leiten lässt und sich vom Geist der Lüge abwendet. Hierzu fordert Johannes ja in seinem ersten Brief eingehend auf. Auch der Hinweis „was wir erarbeitet haben“ passt wunderbar in das Gesamtbild der Bibel in Bezug auf das Leben eines Christen. In der Christenheit ist die Lehrmeinung, dass wir uns unsere Rettung nicht erarbeiten können, leider weit verbreitet. Man hört in Kirchen und Religionen nur, dass die Gnade Gottes ein Geschenk ist und dass wir nichts, aber auch gar nichts zu unserer Rettung beisteuern müssen oder können. Ist das aber so? Lehrt uns das Wort Gottes dies wirklich so? Paulus erinnert Christen fast in einem Stück daran, dass sie sich anstrengen müssen, dass sie sich in einem Wettlauf befinden, der sie Kraft und Ausdauer kostet. Nur wer bis zum Ende ausgeharrt hat, der wird gerettet werden. Jesus forderte dazu auf, ihm genau nachzufolgen, in seinen Fußstapfen zu wandeln, was ebenfalls echte Anstrengung und Arbeit erfordert. Bist Du schon einmal mehrere Stunden im Schnee genau in den Fußstapfen eines anderen gewandelt, hast also Schritt für Schritt versucht, in denselben Fußabdruck zu treten? Wenn ja, dann wirst Du sicher bestätigen, dass dies äußerst anstrengend war. Vermutlich hast Du spätestens nach einer halben Stunde aufgegeben, weil es Dir zu anstrengend war. Jesus fordert uns aber auf, ihm ein Leben lang zu folgen, in seinen Fußstapfen zu wandeln. Ja, es gleicht tatsächlich harter Arbeit, in jemandes Fußstapfen zu wandeln. Johannes fordert immer wieder dazu auf, die Gebote Gottes zu halten, einen Wandel zu führen, der den Geboten Gottes entspricht, denn nur dann, so lehrt er es in seinem ersten Brief, bist Du wirklich ein Kind Gottes. Klingt das für dich alles nach dem, was Dich die Antichristen, die Irrlehrer der Kirchen und Religionen zu glauben lehren? Klingt das alles nach einem Geschenk ohne jegliche Verpflichtung und Anstrengung? Sicher nicht! Wer den Heiligen Geist wirken lässt, erkennt die Halbwahrheit, derer sich der Antichrist hier bedient, er erkennt, wie er Gottes Wort verdreht und missbraucht. Wer sich dem Geist der Lüge zuwendet, erkennt das leider nicht. An ihm oder ihr wird sich eines Tages leider bewahrheiten, was Jesus in Mat. 7 den Versen 21-23 angezeigt hat. Diese Christen haben sich die Auserwählung seitens des Herrn nicht erarbeitet, sie haben verloren, was ihnen von Gott als Gnade bei der Berufung geschenkt worden ist. Sie werden ihren vollen Lohn nicht empfangen, egal was ihnen der Antichrist auch versprochen hat.   

Daher warnt Johannes jeden Christen überdeutlich (Verse 9-11 Schlachter): „Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht; wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht! Denn wer ihn grüßt, macht sich seiner bösen Werke teilhaftig.“

! Jeder !, der abweicht von der Lehre des Christus… !!! …hat Gott nicht… !!! …einen solchen nehmt nicht in eure Haus auf, ja grüßt ihn nicht einmal… !!! …denn ansonsten machst Du Dich an seinen bösen Werken schuldig!

Wir überlegten und besprachen hierzu erst einmal, wen wir unter diesen „Jeder einbeziehen müssen.

Jesus lehrte beispielsweise, dass er der Sohn Gottes ist. Sein direkter Gesandter, der Apostel Paulus, schrieb unter Inspiration: Jesus ist der Anfang der Schöpfung. Jesus hat im Gegensatz zu seinem Vater also einen Anfang.  Der Vater selbst, so haben wir im ersten Johannesbrief gelernt, bezeugte drei Mal, dass Jesus sein Sohn ist. Das Wort Gottes lehrt uns in Hebräer 1 ganz klar, dass Jesus kein hoher Engel oder Erzengel ist, sondern ein Wesen von göttlicher Natur, der Sohn Gottes. Dieser Sohn Gottes lehrte uns, dass Gebete ausschließlich zum Vater gesprochen werden sollten, niemals zu ihm. Paulus, der von Jesus direkt für seinen Dienst berufen worden ist, erklärt uns hierzu ergänzend: Alles Bitten, alles Danken, ja alles tragt eurem Vater im Himmel vor. Jesus lehrte also ganz klare, gut verständliche sowie einfache Dinge.

Johannes schreibt uns nun: JEDER, der von dem abweicht, was Jesus lehrte, der hat Gott nicht. Liest Du hier etwas von einer Ausnahme? Etwas von einem Menschen, der vielleicht unabsichtlich etwas lehrt, was gegen die Lehren des Christus ist? Eigentlich nicht, oder? Hier steht klipp und klar, dass JEDER, der etwas anderes lehrt – warum auch immer – als die Lehren des Christus, Gott nicht hat.

Jesus lehrte, dass er alle Tage bei uns ist, bis zum Abschluss dieser Welt. Er versprach uns, seinen Nachfolgern, dass er uns einen Helfer sendet, den von Gott gegebenen Heiligen Geist. Johannes, ebenfalls ein von Jesus direkt bestimmter Apostel, lehrt uns unter Inspiration, dass dieser Heilige Geist – der von Jesus versprochene Helfer – unser einziger Lehrer sein soll. Somit ist seitens unseres Herrn sichergestellt, dass „Jeder“, der es möchte, in den Lehren des Christus bleiben kann. Jeder Christ erhält bei seiner Berufung den Heiligen Geist als Pfand, nur so, nur durch den Heiligen Geist kann er den Christus ja erst erkennen – so lehrt es uns Paulus in seinen Briefen. Nun kommt es tatsächlich darauf an, was ein Christ aus diesem Pfand macht! Lässt er dieses Pfand in sich wirken? Wendet er sich ausschließlich dem Heiligen Geist, seinem himmlischen Vater und seinem Wort als Quelle zu oder lässt er sich von Menschen, von einem angeblich treuen und verständigen Sklaven, von einem Bibelcenter, von einem Priester oder einem Pastor über Gott und Jesus belehren? Frage Dich persönlich: Lese ich tatsächlich nur unter Gebet in der Bibel oder studiere ich den Wachtturm oder andere bibelerklärende Literatur? Brauche ich täglich einen Kommentar von Menschen zu einem Bibeltext, genannt Tagestext in Form eines Heftchens oder in Form einer Bibel App? Frage Dich doch einmal, wer diese Literatur im Gegensatz zur Bibel geschrieben hat? Jesus lehrt Dich: Ich bin bei Dir bis zum Abschluss dieser Welt. Ich sende Dir den von Gott gegebenen Helfer. Daher noch einmal zur Überlegung in Bezug auf das, was Johannes sagt: Wer über das hinausgeht, was Christus gelehrt hat, der wendet sich von Gott ab. Nur wer sich an die Lehre des Christus hält, bleibt mit dem Vater und dem Sohn verbunden! Wo alleine findest Du denn wirklich die Lehren des Christus? Und wer könnte Dir die Lehren des Christus denn besser erklären als unser Herr selbst?  

Erkennst Du nun selber, wer zu dem „JEDER“ gehört, der Gott nicht hat, weil er eben von dem abweicht, was Jesus lehrt? Ein Christ, der sich ausschließlich nach Jesu Anweisung vom Heiligen Geist belehren lässt, der sich von diesem befüllen und leiten lässt, der wird niemals etwas anderes lehren, als das, was auch Jesus lehrte, ebenso wird er niemals von dem, was Jesus lehrte abweichen. Das ist technisch schon gar nicht möglich, denn der Heilige Geist ist die wirksame Kraft dessen, der nicht lügen kann, auch das lehrt uns das Wort Gottes so ganz klar und deutlich.

Für uns war es sehr wichtig, klarzustellen, wer denn nun genau zu den Menschen gezählt werden muss, die von der Lehre des Christus abweichen und somit weder den Sohn noch den Vater in sich haben. Denn Johannes sagt, dass wir jeden, der die Lehre des Christus nicht bringt (Vers 10 ELB + Schlachter) – oder (wie die HFA sagt) jeden, der uns etwas anderes erzählen will – weder in unser Haus aufnehmen sollen, noch einen solchen grüßen sollen. Warum nicht? Nun Johannes erklärt weiter im Vers 11 (HFA): „Denn wer diesen Verführern auch nur Gutes wünscht, unterstützt sie und macht sich mitschuldig an all dem Bösen, was sie anrichten“.

Rückblickend konnten wir unter der Wirkung des Heiligen Geistes aus dem ersten und zweiten Johannesbrief im Zusammenhang klar und deutlich die Liebe und Sorge unseres himmlischen Vaters in Bezug auf unsere geistige Gesundheit erkennen. Er ermahnt uns, seine Gebote zu halten, denn nur so gehören wir zu ihm und seinem Sohn, nur so sind wir tatsächlich aus Gott geboren, seine Kinder. Er warnt uns, vor dem Geist der Lüge, den Irrlehrern, den falschen Propheten, den Antichristen. Er erklärt uns, dass letztere aus den eigenen Reihen kommen, aus den Reihen der Menschen, die sich Christen nennen. Er teilt uns mit, dass diese Lügenpropheten nichts als ihre menschlichen Vorstellungen und Gedanken verbreiten und dass die Welt auf sie hört. Daher warnt er uns, ja er bittet förmlich jeden Einzelnen von uns, ausschließlich auf den einzig wahren Lehrer, auf den Lehrer, der niemals lügt, zu hören, nämlich auf seinen Heiligen Geist, den er uns durch seinen Sohn austeilt. Er sagt, wenn wir dies so tun, wird uns nichts von seinem Sohn und ihm selbst trennen. Im Gegenteil, wir werden in seiner Liebe wachsen und jegliche Angst verlieren, wir werden jeden Tag sicherer, dass wir zu ihm gehören, so wie das bei Jesus schon immer war. Wir werden in seiner Liebe so groß, wie Jesus ist, ja wir werden sogar bereit sein, unser Leben für einen unserer Brüder zu geben, so wie es Jesus tat. Erneut sagt er uns: Sieh Dich bitte vor dem Antichristen vor. Bitte achte darauf, dass Du ja das nicht verlierst, was ich Dir als Gnade geschenkt habe, nämlich meinen Sohn. Bitte achte darauf, dass Du ja nicht verlierst, was Du Dir durch Deinen Wandel erarbeitet hast, lass Dich ja nicht durch diesen Antichristen und seine Lügen um Deinen Lohn, das ewige Leben in meiner Gegenwart, in deinem wahren Zuhause bringen. Daher, mein geliebtes Kind, sage ich Dir noch einmal in aller Deutlichkeit: Wenn jemand zu Dir kommt und diese Lehren, die mein Sohn hier auf Erden gelehrt, vorgelebt und praktiziert hat, nicht bringt, so nimm ihn weder in Dein Haus auf, noch grüße ihn – sprich, pflege keinen engen, vertrauten Umgang mit ihm. Halte Dich zu Deinem Schutz von ihm fern und zwar von JEDEM, der von der Lehre des Christus abweicht und/oder nicht in dieser Lehre bleiben will.

Was uns unser himmlischer Vater hier durch Johannes mitgeteilt hat, war uns eigentlich in keiner Weise neu. Auch Paulus erklärt in seinem Brief an Titus im Kapitel 3 in den Versen 10 & 11: „Wer falsche Lehren verbreitet, den sollst du ein- oder zweimal zurechtweisen. Kommt er trotzdem nicht zur Einsicht, dann halte dich von ihm fern. Du weißt doch: Solchen unverbesserlichen Menschen kann man nicht helfen. Sie wollen ihre Sünden nicht einsehen und sprechen sich selbst das Urteil.“ (HFA).

Dieser Text sowie andere Aussagen von Paulus helfen uns zweifellos, eine biblische Sichtweise und Haltung in dieser Thematik an den Tag zu legen. Wir unterhielten uns während unserer Bibellesung noch lange darüber, wie streng wir letztlich zu einem anderen Christen in Verbindung mit unserem von Gott gegebenen Selbstschutz sein sollten. Nun, Paulus Worte werden uns sicher helfen, hier eine vernünftige Einstellung zu haben. Welche Gemeinschaft gibt es zwischen Licht und Finsternis? Welche Gemeinschaft gibt es zwischen dem Christus und Belial? Ganz klar – keine! Welche Gemeinschaft wird es zwischen jemandem, der trotz Erklärungen anhand des Wortes Gottes und mehreren Versuchen der Richtigstellung von falschen Lehren anhand der Bibel an diesen festhalten will und einem wahren Nachfolger Jesus, einem Kind Gottes geben? Richtig – keine!

Möge uns der Heilige Geist alle weiterhin leiten, möge er auch in dieser Hinsicht noch richtig im ein oder anderen von uns fließen, damit ja keiner durch Leichtsinn und Leichtgläubigkeit die Gefahr des Antichristen unterschätzt und sich so am Ende selbst um seinen Lohn bringt. Immer wieder hört man Christen sagen: Niemand kann mich heute mehr von Jesus meinem Herrn trennen. So sicher bin ich mir. Leider ist eine solche Aussage schon der erste Trugschluss, denn die liebevolle Warnung seitens unseres himmlischen Vaters in den Briefen des Johannes zeigt sehr deutlich, dass wir Christen alle einer wahnsinnig großen Gefahr innerhalb der eigenen Reihen ausgesetzt sind.

Hierzu folgende Erfahrung: Zu Beginn waren mit unserer kleinen Gruppe einige ehemalige Zeugen Jehovas verbunden, die erst einmal richtig begeistert waren, dass sie nun die tatsächliche Wahrheit über Jesus als unseren Herrn erkannt haben. Zu Beginn studierten sie mit uns das Wort Gottes. Parallel dazu aber fingen sie erneut an, unzählige Schriften von Menschen und Kirchen zu lesen. Sie taten erneut das, was sie in der jw.org leider auch taten. Ferner fingen sie an, in freievangelische Gemeinden zu gehen. Einige fanden zu Martin Peth, einem Pastor der freievangelischen Kirchengemeinde, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Zeugen Jehovas zu Jesus zu führen. Alle beteuerten, dass sie nichts mehr von Jesus, so wie ihn das Wort Gottes lehrt, trennen kann. Nun, was mussten wir leider i.V.m. diesen lieben Menschen beobachten? Die einen glauben inzwischen an die Dreieinigkeit, die anderen sind sich sicher, dass Jesus in Gott, als Teil von Gott lebt, dass er und der Vater eine Person sind. Andere sprechen mit und beten zu Jesus, als ihrem Gott. Wiederum einige sind übergegangen, all die Lehren und Ansichten der verschiedenen Kirchen, die sie parallel besucht haben, zu mischen und zu übernehmen. Immer wieder legten uns diese Menschen ihre neuen Errungenschaften am Montagabend dar. Und ja, sie schafften es tatsächlich den ein oder die andere mitzuziehen, hinweg zu ziehen vom reinen Studium des Wortes Gottes. Rückblickend müssen wir leider festhalten, dass wir in manchen Fällen als Gemeinde hätten schneller nach den Anweisungen des Apostel Paulus und Johannes reagieren sollen, indem wir diesen Antichristen den Weg zu uns verwehren hätten müssen, bevor sie versucht haben, ihre falschen, unbiblischen Lehren, ihre Lehren, die nicht den Lehren des Christus entsprechen, in unsere Gedanken und Herzen zu legen. Allerdings wussten wir damals noch nicht, was wir heute gelernt haben, denn damals waren wir bei den Bibelbüchern Apostelgeschichte und Römer.

Gerade die Christen, die solche Sätze wie „Keiner kann mich mehr von Jesus trennen“ von sich geben, halten sich meistens nicht an das, was Gottes Wort ihnen zu ihrem Schutz gebietet und von ihnen verlangt, nämlich sich von den Menschen zu trennen, die weder die Lehre des Christus bringen noch in dieser bleiben. Prüfen wir uns daher alle selbst immer wieder. Bin ich in der Lage, die Lehre des Christus zu erklären, lückenlos zu vertreten und zwar anhand des Wortes Gottes und gegenüber jedermann? Wenn ich spüre, dass ich anderen anhand der Bibel z.B. nicht erklären kann, dass Jesus eine eigene Person, ein aus Gott geschaffenes Wesen, der Sohn Gottes ist, wenn ich spüre, dass ich jemandem nicht erklären kann, warum Frauen sehr wohl in der Gemeinde beten dürfen, wenn ich spüre, dass ich jemandem nicht anhand des Wort Gottes erklären kann, warum ich mich ausschließlich im und auf den Namen Jesu taufen habe lassen, dann sollte ich dringlichst in mich gehen und das Wort Gottes studieren. Mehr als diese liebevolle, eindringliche Warnung durch den Johannesbrief kann uns der himmlische Vater nicht geben. Richtig handeln müssen wir selber. Es ist so wie Johannes es schreibt: Wir müssen es uns erarbeiten und wir müssen darauf achten, dass wir es nicht durch Menschen, die die Lehre des Christus nicht bringen, verlieren. Dazu gehören auch die Menschen, die immer nur predigen, dass unser Herr Jesus alles verzeiht und in seiner unendlichen Liebe niemanden richten wird.

Einfach einmal ein paar Aussagen zum Nachdenken in Bezug auf den Antichristen und die Lehre des Christus:

Die Lehre der Dreieinigkeit – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre von den zwei Klassen der Christen – den Gesalbten und den anderen Schafen, den Freunden Gottes – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, Jesus anzubeten, mit ihm zu sprechen – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, Jesus habe keinen Anfang – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre vom treuen und verständigen Sklaven – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre einer Geistlichkeit, einer Organisation Gottes – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, Jesus sei ein mächtiger Engel, der Erzengel Michael – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, alle Christen kommen in den Himmel – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, wer nicht dieser oder jener Religion angehört, wird vernichtet – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, das Predigtwerk rettet Leben – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, man muss einer Religion angehören, in Kirchen und Königreichssälen zusammenkommen – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, Jesus ist Gott – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, Gott lehrt und spricht durch eine Klasse von Menschen, wie z.B. den treuen und verständigen Sklaven oder die heilige röm. Kirche – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre von einer Hölle, in der Menschen gequält werden – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, dass mit dem Tod alle Sünden bezahlt sind – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, dass Jesus 1914 auf den Thron stieg – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, dass sich eines Tages jeder, auch bereits verstorbene Menschen, vor Jesus als Richter verantworten müssen – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, dass man aus Babylon der Großen, den Religionen der Christenheit herausgehen muss – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, dass nur 144.000 Menschen in den Himmel kommen – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Die Lehre, dass nur Auserwählte am Mahl des Herrn teilnehmen dürfen (von den Symbolen nehmen dürfen) – vom Antichristen oder gemäß der Lehre des Christus?

Wir könnten diese Liste endlos fortführen. Das tun wir aber nicht, vielmehr erinnern wir noch einmal an das, was wir im zweiten Johannesbrief gelernt haben: Wenn Du eine Lehre vertrittst und glaubst, obwohl Dir jemand aus dem Wort Gottes mehrmals gezeigt hat, dass diese nicht der Lehre des Christus entspricht, Du aber dennoch nicht davon abkehrst, dann gehörst Du zu denen, die die Lehren des Christus nicht bringen, die nicht in der Lehre des Christus bleiben wollen.

Prüfe Deine Religion, Deine Kirche, ihre Lehren, ihre Aussagen, ihren Wandel. Prüfe Deinen Bruder, hör zu, was er sagt, prüfe seine Überlegungen und Äußerungen und stelle richtig, wenn etwas nicht nach der Lehre des Christus ist. Beobachte das Tun und Handeln dessen, der sich Christ nennt. Wenn er nicht ablässt von Lehren und Verhaltensweisen, welche der des Christus widersprechen, wenn er nicht umkehrt, dann halte Dich von ihm fern. Nimm den Selbstschutz, den Dir Dein himmlischer Vater dringend empfiehlt, an. Vergiss nicht, dass jeder, in dem weder der Christus noch der Vater wohnen, kein Leben in sich hat. Wer den Christus mit Füßen tritt, wer seine Lehren ablehnt, der begeht eine Sünde gegen den Heiligen Geist und diese Sünde führt zum Tod. Unser Gott ist aber ein Gott der Lebenden und weil dieser in uns wohnt, leben wir heute und für immerdar. Grüße im biblischen Sinne keine toten Menschen, meide ihren Umgang, sie sorgen nur dafür, dass auch in Dir der innere, erneuerte Mensch zu sterben beginnt. Wir denken, wer den Geist Gottes in sich hat, der stößt sich in keiner Weise an dem, was Johannes sagt und wir hier für uns festhalten. Wer dem Geist der Lüge zum Opfer gefallen ist, wer diesem Geist folgt und diesen Geist bekundet, der wird in Johannes Worten Unmenschlichkeit und Anstoß finden. Letztlich outet er sich somit als Antichrist.