Hebräer Kapitel 9

Am 08.09.2025 erforschten und besprachen wir, was uns Hebräer Kapitel 9 lehrt.

In den Versen dieses Kapitels führt der Bibelschreiber zunächst auf, was sich im vorderen Teil der Stiftshütte, im Heiligtum, und im Innersten der Stiftshütte, dem Allerheiligsten, befand. Er betont, dass die Opfer des Alten Bundes eine rein vorläufige Sache sind und vollkommen an Wirkung verlieren, wenn Gott die neue Ordnung in Kraft setzt. Diese neue Ordnung gilt seit Christus, dessen Opfer einmalig und endgültig ist. Mit seinem Opfer, seinem Blut, hat er (Christus) den Neuen Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt, womit die Sünden ein für alle Mal gesühnt sind. Von nun an können alle Menschen das von Gott zugesagte, unvergängliche Erbe, das ewige Leben bei Gott, empfangen. Der Bibelschreiber betont immer wieder, dass dies nun allen Menschen möglich ist, nicht, wie manche Kirchen und Organisationen lehren, nur einer bestimmten Anzahl von Menschen. Ja, der Neue Bund ist für alle Nachfolger Jesu gültig – wir hatten diesen ja ausführlich in Kapitel 7 und 8 besprochen – ja, der Neue Bund ist dem Alten wirklich in allem überlegen. Der Vers 28 lehrt uns daher: Wenn Jesus zum zweiten Male kommt, dann nicht um uns noch einmal von unserer Schuld zu befreien, sondern um alle, die auf ihn warten, in seine neue Welt aufzunehmen. Welch wunderbare Verheißung, welch schöne Aussicht.

Wir verknüpften das, was wir bislang aus den Evangelien, der Apostelgeschichte sowie den Briefen des Paulus erforscht haben, mit den Aussagen dieses Kapitels. Es ist doch wunderbar, wie einfach und klar das Wort Gottes lehrt, wer die Segnungen des Neuen Bundes erhalten wird und wie diese aussehen werden. Durch Jesu Opfer und Wirken als Hohepriester nimmt Gott jeden Menschen, der wiedergeboren wird, als sein Kind an. Wiedergeboren wird man laut der Aussage Jesu durch die Taufe mit Wasser, der die Salbung mit Heiligem Geist folgt – siehe Johannes 3 die Verse 3-7. Jeder Mensch, der sich laut Apostelgeschichte 2 den Versen 37 & 38 auf den Namen Jesu (nicht im Namen Gottes, im Namen des Heiligen Geistes oder im Namen einer Kirche oder Organisation) taufen lässt, dem werden die Sünden vergeben und der wird den Heiligen Geist empfangen. Dadurch wird er neugeboren, denn der Heilige Geist ist nun fortan sein einziger Lehrer – siehe 1. Johannes 2 Vers 27 – und erneuert ihn von innen heraus, so dass er von Gott als sein Kind angenommen wird – siehe hierzu u.a. Römer 8 die Verse 15 & 16 oder 2. Korinther 5 Vers 17. Die Bibel lehrt uns ferner, dass wir nicht nur Kinder Gottes sind, sondern auch Erben seiner Verheißung und zwar gemeinsam mit Christus – siehe u.a. Römer 8 Vers 17. Jesus Christus war der erste, der wiedergeboren wurde. Er wurde im Jordan mit Wasser getauft, erhielt den Heiligen Geist und erhielt als Sohn Gottes ewiges Leben im Himmel. Genau dieses Erbe, das unvergängliche Leben im Himmel, werden alle wiedergeborenen Christen erben – siehe hierzu u.a. 1. Petrus 1 Verse 3 & 4.

Es erfüllte uns auch an diesem Abend mit tiefer Freude, was wir dank der Hilfe des Heiligen Geistes klar und deutlich erkennen dürfen. Die Wahrheit macht uns Christen wirklich frei – siehe Johannes 8 Vers 32. Ja, sie macht uns frei von den vielen Irrlehren der Kirchen und religiösen Organisationen, die Jesus als unseren Hohepriester und einzigen Mittler in böser Absicht ersetzen und mit der Angst der Gläubigen spielen, indem sie ihnen Lasten und Bürden auferlegen und ihnen das Gefühl geben, nie gut genug für Gott zu sein. Dabei ist alles so herrlich einfach und liebevoll, seit Jesus den Neuen Bund besiegelt hat. Unsere Sünden sind durch sein Opfer bereits vergeben und wir können voller Zuversicht und Freude unter Wirkung des Heiligen Geistes seinem erneuten Kommen entgegensehen, dem Kommen, bei dem er uns heimholt zum Vater ins himmlische Leben.