Hebräer Kapitel 12

13.10.2025 – Hebräer Kapitel 12
Wie und warum erzieht Gott seine Kinder?
Ausschließlich auf wen hören Gottes Kinder?
Ausschließlich auf wen schauen Gottes Kinder?
Das Kapitel 12 beantwortet Dir diese Fragen sehr deutlich!

Nachdem der Bibelschreiber im vorherigen Kapitel seine Zuhörer an die vielen treuen und mutigen Glaubensbeispiele erinnert hat, macht er sie nun auf sehr wichtige Punkte aufmerksam, die Christen dringend in ihrem Leben beachten sollten. Er beginnt mit einem Hinweis, den wir bereits in den Briefen des Paulus, die er nachweislich geschrieben hat, vor Augen geführt bekommen haben.

Es ist der Hinweis, dass sich Christen in einem Wettlauf, in einem Wettkampf befinden, der ihrerseits Ausharren abverlangt. Um ans Ziel zu kommen, muss jeder Christ ablegen, was ihn belastet, was ihn ablenkt. Jesus zeigte u.a. in Lukas 11:46 wodurch seine Nachfolger abgelenkt werden. Der Schreiber des Hebräerbriefs macht durch Inspiration auf einen weiteren Punkt aufmerksam, er spricht „die uns so leicht umstrickende Sünde“ an. Es war sehr schön, was unser Austausch an diesem Abend zum Thema „leicht umstrickende Sünde“ und Jesu Worte aus Lukas 11:46 alles hervorbrachte. Genau deswegen kommen Christen zusammen, um sich auszutauschen und zu ermuntern.

Damit ein Christ seinen Weg gerade und erfolgreich gehen kann – so der Bibelschreiber weiter – hält er seinen Blick nur auf seinen Herrn gerichtet. Er schaut weder nach rechts noch nach links, was bedeutet, er liebäugelt weder mit anderen Führern noch lässt er sich von dem, was um ihn herum geschieht, ablenken. Diese Aussage in Kombination mit der Aussage im Vers 25 „Hört also auf den, der jetzt zu euch redet“ ist für einen Christen ein absolutes MUSS, um seinen Weg erfolgreich gehen zu können. Als warnendes Beispiel, wie man es am besten nicht macht, führt der inspirierte Bibelschreiber erneut das Volk Gottes, die Israeliten, an, die sich immer wieder von Gott abgewandt haben und nicht auf den hörten, der zu ihnen sprach. Traurigerweise ein Ebenbild der Christenheit heute im Allgemeinen. Wir unterhielten uns sehr intensiv darüber, was es bedeutet, auf den zu hören, der zu uns spricht. Unser himmlischer Vater spricht zu seinen Kindern durch sein inspiriertes Wort die Bibel. Hier findet jeder Christ, was Gott von ihm erwartet, hier teilt uns Gott seinen Vorsatz mit, hier wird jeder Christ aufgefordert, sich ausschließlich von ihm durch sein Wort und seinen Geist belehren zu lassen.

Leider hören heute sehr, sehr viele „Christen“ aber nicht ausschließlich auf den, der zu ihnen spricht. Genau darin liegt auch der Grund, warum es in der Christenheit so viele unterschiedliche Ansichten, Lehren und Anbetungsformen gibt.

Aus unserem Studium des Epheserbriefs wissen wir, dass es tatsächlich nur einen Herrn, einen Glauben und eine Taufe gibt (Eph. 4:5). Daher können wir mit Sicherheit auch sagen, dass es nicht mehrere „Wahrheiten“ oder mehrere richtige Glaubensansichten gibt, so wie das heute von viele „Bibellehrer“ behauptet und gelehrt wird.

Aus unserem Studium des 1. Korintherbriefes wissen wir, dass es für uns Christen nur einen Gott, den Vater, der alles erschaffen hat, gibt. Für diesen einen Gott, leben wir. Ebenso gibt es nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alles geschaffen worden ist (1.Kor. 8:6). Auf diesen geliebten Sohn Gottes sollen alle Menschen – Christen besonders – hören (Mat. 17:5). Dazu gehört es z.B. so zu beten, wie er es seine Nachfolger lehrte – zum Vater, nicht zu ihm (Mat. 6:9-13).

Aus unserem Studium des 1.Timotheusbriefes wissen wir, dass nur einer der allmächtige Gott ist und dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, der alleinige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist (1.Tim. 2:5). Somit gibt es auch keinen Dreieinigen Gott. Wer alles glaubt, was tatsächlich aufgeschrieben wurde, wer an Jesus Christus als seinen Mittler und Hohepriester glaubt, wird durch ihn zum ewigen Leben geführt (Joh. 20:31).

Jeder Mensch kann ausschließlich nur mit der Hilfe des Heiligen Geistes – Gottes wirksamer Kraft – dieses einfache Evangelium erkennen. Daher fordert das Wort Gottes jeden Christen auf, sich ausschließlich vom Heiligen Geist belehren zu lassen (1.Joh. 2:27). Der Heilige Geist spricht heute in vollem Umfang und Maße aus dem inspirierten Wort Gottes. 2. Tim. 3:16 sagt hierzu folgendes (HFA) : …denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen…! Jesus, dem wir folgen sollen, bestätigt uns in Joh. 17:17 in Bezug auf das Wort Gottes: Dein Wort ist Wahrheit!

Warum können dennoch seit Jesu Weggang von der Erde so viele „Christen“ diese einfachen Wahrheiten, dieses einfache Evangelium nicht verstehen?

Paulus gibt uns in seinen Briefen auf diese Frage mehrmals eine klare Antwort. Kennst Du diese Antworten? Wenn ja, verstehst Du denn wirklich, vor was er Dich warnt? Es lohnt sich zweifellos hierzu unter Gebet Kolosser 2:8 und 2.Thes. 2:1-12 zu lesen und intensiv darüber nachzudenken.

Wenn Du als Christ wirklich verstanden hast, weder auf Menschen und ihre Gedanken zu hören noch Menschen anstatt Jesus zu folgen, wenn Du wirklich verstanden hast, Dich ausschließlich vom Heiligen Geist anstatt von Menschen belehren zu lassen, dann wirst Du für Dich ganz persönlich erleben, was Jesus in Johannes 8:32 ausdrückte. Von da an wirst Du Hebräer 12:25 „Hört also auf den, der jetzt zu euch redet“ ganz persönlich und ohne jeglichen Kompromiss umsetzen. Du wirst Dich ausschließlich dem Studium des Wortes Gottes zuwenden und im Gebet nach der Weisheit von oben bitten – siehe dazu Jakobus 1:5!

Wir hatten uns die letzten Wochen intensiv und gebetsvoll über die Glaubensbeispiele, die in Hebräer Kapitel 11 aufgeschrieben sind, ausgetauscht. Eine wichtige Erkenntnis daraus war, dass fast alle diese treuen Männer und Frauen erst einmal lernen mussten, sich voll und ganz in Gottes Hände zu begeben. Ja, sie mussten lernen und akzeptieren, auf Gott zu warten. Wer vorauseilte, wer meinte, selber etwas in die Hand nehmen zu müssen, musste die Folgen dafür ausbaden – denke an Jakob, denke an Moses usw. Gottes Mühlen mögen sich für uns Menschen manchmal zu langsam bewegen, sprich wir wollen etwas schneller sehen, verstehen, umsetzen. Und schon eilen wir dem Vater voraus. Wir enteilen aus seinen Händen. Nehmen selber etwas in die Hände anstatt glaubensvoll (voller Vertrauen & Zuversicht) auf ihn zu warten, ihm zu vertrauen. Mitunter geschieht das bei Christen immer wieder, wenn sie etwas beim persönlichen Bibellesen unter Gebet nicht verstehen. Anstatt auf den Heiligen Geist, auf Gottes wirksame Kraft, zu warten, anstatt gemäß dem Gebot des Vaters bei dem einem Lehrer zu bleiben, wenden sie sich Menschen zu, um dort Erklärungen zu erhalten. So entreißen sie sich tatsächlich selber aus den Händen des Vaters. Sie gehen in Puncto Belehrung einen anderen Weg als er bestimmt hat. Meist mit sehr, sehr negativen Folgen. Sie betrüben dadurch ihren Lehrer, sie treten, wenn auch oft aus Unwissenheit, dadurch sogar den Sohn Gottes mit Füßen, der ja vom Vater den Auftrag erhalten hat, allen seinen Nachfolgern den Heiligen Geist auszugießen und zur Verfügung zu stellen.

Als Argument, durch Menschen etwas gelehrt und vermittelt zu bekommen, wird von solchen Christen oft die Begebenheit aus Apostelgeschichte Kapitel 8 angeführt, wo Philippus, ein Evangeliumsverkündiger, einem äthiopischen Hofbeamten eine Passage in den Schriften erklärte. Was solche Christen aus dieser Begebenheit aufgrund ihres mangelnden Vertrauens in den Geist Gottes aber nicht erkennen können ist die Tatsache, dass es der Geist Gottes war, der Philippus aus der Ferne zu diesem Hofbeamten trug, um ihm etwas zu erklären. Nicht der äthiopische Hofbeamte suchte und wandte sich an einen Menschen, weil er etwas nicht verstand. Nein, dieser las unter Anstrengung in den Schriften, weil er wissen wollte, was diese tatsächlich lehren. Als er etwas nicht verstand, wurde der Heilige Geist aktiv und sandte ihm Erleuchtung in Form des Philippus. Das, lieber Leser, ist der Weg Gottes, er bestimmt wo, wann, durch wen und wie Du zu Deiner Erkenntnis kommst. Nicht anders herum, indem Du meinst, Dich an einen anderen Lehrer als den Heiligen Geist wenden zu dürfen. Mach nicht den gleichen Fehler wie die meisten Glaubensbeispiele aus alter Zeit – eile Deinem Vater nicht voraus, warte vielmehr auf ihn und ernähre Dich ausschließlich aus seinem Wort. Einfach schön, was wir bislang miteinander aus Gottes Wort rein unter Gebet mit Hilfe seines Geistes lernen durften.

Das Christsein ist ein fortlaufender Prozess der Veränderung, eine Wandlung.

Epheser 4:23 fordert uns auf: Lasst euch in eurem Denken verändern und euch innerlich ganz neu ausrichten. Der Vers 30 fordert uns auf: Tut nichts, was den Heiligen Geist traurig macht. Sicher wird dieser Prozess bei jedem von uns einen anderen Zeitraum einnehmen. Was dem einen sofort einleuchtet und ihn veranlasst unverzüglich eine Veränderung vorzunehmen, wird bei einem anderen vielleicht erst einmal auf taube Ohren stoßen. Wir alle sind unterschiedlich und daher öffnen wir uns dem Heiligen Geist gegenüber auch sehr unterschiedlich. Das wollen wir in aller Liebe zueinander auch respektieren, denn letztlich ist jeder für sich selber verantwortlich und muss auch die Folgen seiner Haltung und seines Wandels ausbaden. Vergessen wir nicht: Unser Leben und unser Wirken sind ein Spiegelbild dessen, wie sehr uns der Geist bereits erfüllt hat.

Da der Heilige Geist aber göttlichen Ursprungs ist und alles, was wir an Kraft und Energie kennen, bei Weitem übertrifft, wissen wir, dass jeder Christ durch ihn den richtigen Weg in Bezug auf das Studium des Wortes Gottes erkennen wird. Manchmal hört man Menschen sagen: Er oder sie benötigt einfach Menschen, die ihnen das Wort Gottes erklären. Sie selbst sind dazu nicht in der Lage. In Anbetracht dessen, was uns Apostelgeschichte 8 sowie die Bibel im Allgemeinen lehrt, sollte hierbei aber keiner von uns vergessen, in welcher Reihenfolge so etwas geschieht und wer den Auslöser dafür gibt. Sonst könnte daraus tatsächlich der Eindruck und die Meinung entstehen, der Geist Gottes ist zu schwach, um manchen Menschen direkt zu helfen. Der richtige, der biblische Weg wäre, sich ausschließlich dem Vater zuzuwenden und ihn um Weisheit und Erkenntnis zu bitten. Wenn der Vater Dir dann durch einen Menschen oder einen Austausch etwas erklären lässt, dann erkennst Du auch, ob es tatsächlich von oben kommt. Ein Aspekt hierzu wäre, dass es zu allen Aussagen des geschriebenen Wortes Gottes passt. Daher lehrt uns die Bibel ja auch – prüft alles!

Christsein ist, wie uns der Bibelschreiber erneut zeigt, ein Wettlauf mit dem Ziel, den Siegespreis zu erringen. Das bedeutet, Christsein ist eine dauerhafte Anstrengung, ein ständiges in Bewegung Bleiben. Das schließt mit ein, ständig Kraft zu tanken, um nicht zu ermatten. Kein Sportler wird sich Schundnahrung zuführen, die ihn schwächt. Im Gegenteil, er wird sich vorbildlich und gesund ernähren, um fit zu bleiben und den Sieg seines Wettkampfes, seines Wettlaufs zu erringen. Natürlich darf jeder für sich selber entscheiden, was er sich zuführt, von was er sich ernährt. Allerdings trägt er auch die Folgen dafür. Schlechte Ernährung (Menschenweisheit), um bei unserem Beispiel zu bleiben, führt zu mangelnder Handlungsfähigkeit bis hin zum Verlust der Bewegung. Wer sich dagegen gesund, nur vom Besten (Gottes Wort) ernährt, bleibt fit und läuft weiter. Tatsächlich läuft er denen, die sich ungesund ernähren, im Laufe der Zeit sogar sichtbar davon. Da er seinen Blick nur nach vorne, nur auf seinen Herrn gerichtet hält, wird er seine Kraft nicht dauerhaft dafür aufwenden, den, der nicht aufhört seine Gesundheit, seinen Fitnesszustand durch schlechte Ernährung zu schwächen, mitzutragen. Nun hat der, der spürt, dass immer mehr Abstand zwischen ihm und den anderen entsteht, die Möglichkeit, seine Ernährung umzustellen, damit er wieder Kraft hat, den Lauf aufzunehmen und vorne mitzulaufen. Das wäre eine christliche Gesinnung, das hieße, die Zucht von oben anzunehmen. Das Gegenteil wäre, sich stur weiterhin falsch zu ernähren und die Ernährungsratschläge des Vaters zu missachten. Wer im übertragenen Sinn spürt, dass er stehengeblieben ist, wer spürt, dass er sich falsch ernährt, wer spürt, dass ihm bei biblischen Diskussionen oder Gesprächsthemen die Argumente ausgehen, dass er seine Meinung, seine Ansicht anhand von Bibelstellen widerlegt bekommt, wer erkennt, dass sein Gesamtbild nicht in die rote Linie passt, die durch die Bibel verläuft, wer bemerkt, ich habe tatsächlich nur ein Basiswissen, weil mein Studium vorwiegend im Lesen von Abhandlungen und Kommentaren von anderen Christen besteht, der sollte sich nicht zurückziehen und die anderen ziehen lassen, sondern seine Ernährung umstellen, sprich die Züchtigung von oben annehmen.

Dieses Bibelkapitel zeigte uns sehr deutlich, dass der Vater seine Kinder wirklich auch züchtigt. Gott selber versucht zwar niemanden, nein ganz sicher nicht. Aber er lässt zu, dass jemand versucht wird. Hierbei dachten wir an Hiob. Ferner sprachen wir darüber, dass uns die Bibel lehrt, dass wir Menschen falsche Entscheidungen treffen und dann durch den Vater darauf aufmerksam gemacht werden, umzukehren. Nehmen wir diese Züchtigungen an oder verharren wir im falschen Wandel? Erkennen wir die Zucht Gottes oder beklagen wir uns, dass der Vater versucht, uns auf den richtigen Weg zu bringen? Letzteres wäre erneut ein klares Betrüben des Geistes Gottes.

Wir fühlten uns alle sehr glücklich, diese schönen und wichtigen Gedanken anhand der Bibel zu besprechen. Und ja, wir fühlen uns alle sehr deutlich angesprochen von der Ermahnung aus dem Vers 25: „Sie (die Israeliten) sind ihrer Strafe nicht entgangen, weil sie am Berg Sinai Gott nicht gehorchen wollten. Uns (Christen) wird die Strafe noch viel härter treffen, wenn wir den zurückweisen, der jetzt vom Himmel her zu uns spricht.“ Diese Warnung wollen wir keineswegs unbeachtet lassen.

Wir wünschen uns alle, ausschließlich vom Heiligen Geist belehrt zu werden und wir beten weiterhin darum, dass die Christen um uns herum erkennen mögen, welch Freude es ist, sich von den Fesseln der Religion zu trennen und menschlichen Lehrern und falschen Propheten gänzlich Lebewohl zu sagen. Welch Segen und Freude die Eigenverantwortung doch ist, spürt man erst, wenn man den Mut hat, auf den EINEN zu schauen und auf den zu hören, der zu uns spricht.

Hab Mut und Vertrauen auf den zu hören, der zu DIR spricht.

Nächsten Montag lesen wir weiter in Hebräer Kapitel 13.Hundert Prozent Bibel, hundert Prozent biblischer Austausch, keine Lehrmeinung, kein erzwungenes Einheitsdenken – NEIN, wir vertrauen ausschließlich auf den von Gott eingesetzten Helfer, unseren einzigen Lehrer, den HEILIGEN GEIST und erleben seit Gründung dieser Gruppe immer wieder, wie sich Christen dem Wort Gottes anpassen, alles annehmen, was darin geschrieben steht und voller Eifer, Kraft und Freude laufen. Das wünschen wir allen unseren Brüdern und Schwestern weltweit. Lasst ab von menschlicher Weisheit – Hiob 5:13 – hör nur auf den, der zu Dir spricht!