Hebräer Kapitel 13

20.10.2025 – Hebräer Kapitel 13
Was kennzeichnet das Leben eines Christen?
Wie lebt ein Christ?
Schau Dir dieses Bibelkapitel an und lerne!

Das Kapitel 13 führt in den ersten sechs Versen Punkte auf, die das Leben eines Christen kennzeichnen.

Das erste Kennzeichen (Vers 1) wäre die Bruderliebe. Diesen Gedanken hatten wir in unserem Studium des 1.Thessalonicherbriefes auch schon geoffenbart bekommen. Damals erarbeiteten wir uns schon anhand des Wortes Gottes, was die Bruderliebe eigentlich ist. Sie ist die Liebe, die Christen weltweit verbindet. Diese Liebe basiert auf der Aufforderung, den Nächsten zu lieben wie sich selbst. Diese Liebe beschränkt sich nicht nur auf Worte und Gefühle, nein diese Liebe ist aktiv und zeichnet sich durch Werke und Taten aus. Der Quell dieser Liebe ist Gott. Wer sich als Teil der göttlichen Familie sieht, wer ein Kind Gottes ist, praktiziert diese göttliche Liebe gegenüber allen Christen, nicht nur gegenüber denen, die seiner Kirche oder Organisation angehören.

Der Vers 2 fordert Christen auf, Gastfreundschaft zu üben, ja zu zeigen. Ja, das zählt auch heute noch. Das neue Testament betont diesen Akt der Nächstenliebe an vielen Stellen, u.a. in Römer 12:13 oder in 1.Petrus 4:9, wo wir auch gleich ermahnt werden, uns nicht über die vermehrte Arbeit, die durch diesen Akt der Nächstenliebe entsteht, zu beklagen. Es war schön, wie viele Kommentare an diesem Abend hervorhoben, wie wichtig die Gastfreundschaft auch heute unter Christen noch ist. Sie verbindet ungemein, man lernt sich bedeutend enger und besser kennen.

Im Vers 3 wird betont, dass Christen an einander denken und für einander da sind. Kümmert euch um alle, die wegen ihres Glaubens gefangen sind. Sorgt für sie, wie für euch selbst. Steht den Christen bei, die verhört und misshandelt werden. Leidet mit ihnen, als würden die Schläge euch treffen. In der damaligen Zeit, als dieser Brief geschrieben wurde, so berichtete uns ein Bruder in unserer Runde, wurden Gefangene seitens der Regierung oft nicht mit dem Lebensnotwendigsten versorgt. Umso wichtiger war es, dass sich Christen in dieser Situation beistanden, sich um ihre Brüder und Schwestern im Gefängnis kümmerten, ihnen zu essen brachten, sie ermunterten, sie versorgten. Dies kostete gerade auch in der Zeit der Christenverfolgung enormen Mut. Die vielen schönen Kommentare zu diesem Vers hoben hervor, dass Christen auch heute die Möglichkeit haben, diese Aufforderung umzusetzen. Zum einen kannst Du immer für Deine Brüder und Schwestern beten, die für ihren Glauben eingesperrt sind, zum anderen kannst Du tatsächlich auch heute in vielen Ländern Christen, die in Gefangenschaft sind, besuchen und ermuntern. Mit etwas offenen Augen und Ohren nimmst Du sicher auch wahr, dass Christen, die tatsächlich für ihre Überzeugung und ihren Glauben einstehen, auf der ganzen Welt verfolgt und benachteiligt werden.

Der Vers 4 sprach die Heiligkeit, die Reinheit der Ehe an. Gott wird jeden verurteilen, der sexuell unmoralisch lebt und die Ehe bricht. Auch dieser Punkt begegnete uns in unserem Studium des neuen Testaments immer wieder. Leider, ja leider, scheint es so, dass die meisten Christen weltweit dies noch nie gelesen haben. Im alten Israel, so wurde in vielen schönen und lebendigen Kommentaren berichtet, stand auf die eheliche Untreue laut Gesetz die Todesstrafe. Aufgrund der Herzenshärte des Volkes erlaubte Moses mit Gottes Zustimmung das Scheidungszeugnis. Wozu diese Lockerung führte, welch negative Folgen all das brachte, wurde eindeutig bewiesen. Daher lehrte der Christus, dass eine Ehe nicht mehr geschieden werden kann, es sei den aufgrund von Hurerei oder dem Tod eines Ehepartners. Der schuldig Geschiedene – also derjenige, der Hurerei, Ehebruch begannen hat – hat gemäß den Worten Jesu durch seinen direkten Gesandten Paulus kein Recht mehr, sich erneut zu verheiraten. Jeder, der dies dennoch tut, lebt in Hurerei, so lehrt es das Wort Gottes unmissverständlich. Also kein Ehebruch, keine erneute Heirat für schuldig Geschiedene, keine Hurerei. Schau Dich um in der angeblich christlichen Welt. Prüfe anhand des Lebenswandels, wer ein Christ ist. Schau Dir Religionen an – prüfe welche Religion heute mutig zu Jesu Anweisung steht und schuldig Geschiedene nicht mehr verheiratet. Schau Dir hierzu ruhig auch einmal die Zeugen Jehovas an, die ja behaupten, die einzig wahre Religion, das Volk Gottes zu sein. Und nun denke einmal so wie wir bei unserem Treffen darüber nach, was die Aussage im Vers 4 „Gott wird jeden verurteilen, der sexuell unmoralisch lebt und die Ehe bricht“ bedeutet! Denke über Offenbarung 21:8 nach: Gott wird jeden verurteilen, der sexuell unmoralisch lebt und die Ehe bricht. Denke über Epheser 5:5 nach: Kein Unzüchtiger hat einen Erbteil im Reich des Christus! Gott und sein Sohn ändern sich nicht, sie bleiben allezeit die Gleichen. Und was sie sagen, trifft ein. Für uns zweifellos eine Warnung, auch hier auf diesem Gebiet gehorsam zu sein, denn eigentlich lehrt das Neue Testament ebenso die Todesstrafe auf Hurerei und Ehebruch!

Der Vers 5 ermahnte uns, frei von Geldliebe zu sein und mit dem, was man hat, zufrieden zu sein. Welch wichtiger Hinweis für Christen, die in Ländern leben, in denen das Streben nach Geld, Macht, Ansehen an erster Stelle steht, in denen der Kapitalismus zum Gott geworden ist, in denen gelehrt und gepredigt wird, dass wahre Sicherheit und Zukunft nur durch Geld und aus Besitz kommt. Einen wahren Christen, einen Christen, der gehorsam ist wie sein Herr Jesus, wirst Du an seinem Lebenswandel erkennen, darüber waren wir uns alle einig.

Die Zuversicht nach oben, in Gott und unseren Herrn Jesus, betonte der Vers 6. Ein Christ, ein wahrer Nachfolger Jesu braucht sich wirklich vor nichts und niemanden zu fürchten. Davon sind auch wir alle überzeugt. Egal was uns Menschen auch antun mögen, unser Glaube, unser Vertrauen, unsere Zuversicht wird stärker sein. Wir haben unseren himmlischen Vater Jahwe und seinen Sohn Jesus Christus in den vergangenen zwei Jahren so intensiv und gut kennengelernt, wir sind zu einhundert Prozent davon überzeugt, sie stehen uns in allen Lebenslagen bei, wir erhalten die Kraft, die über das Normale hinausgeht. Was kann uns also ein Mensch antun?

In den weiteren Versen ermahnt uns der Bibelschreiber zur Treue und zur bedingungslosen Nachfolge Jesu. Es war aufgrund unserer Vergangenheit bei den Zeugen Jehovas, der römisch-katholischen Kirche und der evangelischen Kirche unvermeidlich, dass viele Kommentare zum Vers 7 kamen. Alle Kirchen verdrehen diesen Bibelvers, indem sie ihn so zitieren und von sich geben, dass ihre Führer oder Leiter der Gemeinden die Menschen seien, die das Wort Gottes lehren. In Wahrheit sagt die Bibel aber: Gedenkt eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! Ganz einfach also, wenn Dein Ältester, Dein Gemeindeleiter, Dein Priester oder Dein Pfarrer Dir etwas sagt, was das Wort Gottes nicht lehrt, dann brauchst Du dessen auch nicht gedenken. Und nun prüfe einmal allen Ernstes anhand der Bibel, was Dir Dein Ältester, Dein Pfarrer, Dein Gemeindeleiter wirklich sagt! 1.Thessalonicher 1:3-9 spricht davon, dass das Evangelium nicht nur im Wort zu den Gemeinden gekommen ist, sondern in Kraft und im Heiligen Geist. Die Aufgabe eines Lehrers, eines Führers, eines Gemeindeleiters ist es, auf das Wort Gottes aufmerksam zu machen und darauf zu verweisen, dass der Heilige Geist die Erklärungen gibt, weil er der einzige Lehrer ist. Jeder, der euch etwas anderes sagt, so der gleiche Bibelschreiber, sei verflucht, selbst wenn es ein Engel wäre. Bitte prüfe, wem Du folgst, wem Du glaubst, was Du glaubst! Der Vers 9 von Hebräer Kapitel 13 ermahnt nicht umsonst erneut: Darum lasst euch nicht durch alle möglichen Lehren in die Irre führen.

In den folgenden Versen wird erneut ermahnt, dass nicht jeder das Recht hat, vom Altar der wahren Christen zu essen, sprich an den Segnungen, die durch Christi Tod verheißen sind, teilzunehmen, Wer nicht bedingungslos annimmt, was Christus lehrte, wer ihm die Nachfolge verweigert, wer sich Auswege sucht, wer sich Freiheiten herausnimmt, wo Gehorsam gesetzt ist, der wird die Segnungen nicht erleben. Ebenso auch all die Menschen nicht, die Christus nicht als ihren einzigen Retter und Mittler anerkennen, die sich einer Organisation hingegeben haben, die sie führen und leiten soll, die Jesus durch menschliche Führer ersetzt haben, die sie belehren, ihnen erklären sollen, was sie glauben müssen – das widerspricht Jesu Rolle komplett. Das ist eine Ablehnung der Rolle und Aufgabe, die Christus vom Vater übertragen bekommen hat. Im letzten Kapitel wurden wir gewarnt, auf den zu hören, der zu uns spricht. Genau das schreibt der Bibelschreiber hier doch. Hört auf, euch einen eigenen Reim zu machen, nehmt an, was geschrieben steht, nicht mehr, nicht weniger!

So die Zusammenfassung unseres schönen, glaubensstärkenden und bibelfesten/bibeltreuen Treffens am 20.10.2025. Danke Vater, wie Du uns Deinen Heiligen Geist gibst und uns durch diesen lehrst.