2. Petrus Kapitel 1

05.01.2026 – 2. Petrus Kapitel 1
Bewähre Dich im Glauben!
Lebe christliche Tugenden!

Voller Elan starteten wir am Montag, den 05.01.26 auch in Puncto Bibellesen und Bibelforschen ins Jahr 2026. Begleiten wird uns weiterhin die Hoffnung, dass unser Herr bald kommt, um die Seinigen zu holen. Damit wir gemäß den Worten unseres Herrn wach bleiben, benötigen wir genau solche Treffen wie am Montag – Treffen, bei denen wir uns emsig und frei über das austauschen, was die Bibel lehrt.

Wir lasen und besprachen das erste Kapitel des zweiten Petrusbriefes. Einem Teilnehmer fiel gleich auf, dass Petrus seine Worte nur an eine bestimmte Gruppe von Christen richtet, nämlich an die, die denselben / den gleich kostbaren Glauben haben wie er und seine Begleiter (Vers 1). Natürlich erklärte uns der Teilnehmer ausführlich anhand des Wortes Gottes, worin der Grund der Formulierung des Petrus im Vers 1 lag. Und ja – es ist tatsächlich so, dass nur wenige Christen den gleich kostbaren Glauben haben wie einst Petrus. Diese Christen erreichten Petrus Worte damals genauso wie sie heute die richtige Sorte von Christen erreichen. Danke an den Bruder, für diesen schönen, glaubensstärkenden und ermunternden Gedanken, der jedem zweifellos vor Augen führte, auf seinen Glauben zu achten.

Zu dieser Art Glauben gehört auch ein vorbildliches Leben (Vers 5). Die Elberfelder Bibel fordert hier auf: Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf! So wie Petrus uns hier auffordert, aktiv zu bleiben, so tat dies Paulus ebenso durchwegs in seinen Briefen, z.B. in Kolosser 2:6, wo er uns ermahnt: „Ihr habt Jesus Christus als euren Herrn angenommen; nun lebt auch in der Gemeinschaft mit ihm.“ Und tatsächlich, wer in Gemeinschaft mit Jesus lebt, erlebt was Petrus in den Versen 5-7 beschreibt: er wächst in der Erkenntnis, woraus die Selbstbeherrschung wächst. Durch die Selbstbeherrschung wächst das Ausharren, durch das Ausharren die Gottesfurcht, durch die Gottesfurcht die Bruderliebe und durch die Bruderliebe wächst die Liebe im Allgemeinen. Ein Christ, der in Gemeinschaft mit Jesus bleibt, verändert seinen Charakter sowie seine Werte, wodurch sein Glaube weder leer noch wirkungslos bleiben wird (Vers 8). Ferner wird er so niemals vom richtigen Weg abkommen (Vers 10). Für ihn wird die Tür zum ewigen Reich unseres Herrn Jesus weit offenstehen, so der Vers 11. Genau das wünschen wir uns alle. Das zeigte auch die Besprechung dieser Verse sehr deutlich.

Interessanterweise brachte eine Teilnehmerin zu diesen Versen den Gedanken ein, dass ein Christ aufgrund der Liebe, die durch seinen aktiven Glauben an Christus entsteht und die durch seine Gemeinschaft mit Christus als Produkt in ihm entwickelt wird, in der Lage sein muss, Menschen, die sich weigern anzunehmen, was die Bibel lehrt, mit viel Geduld und Ausdauer zu begegnen. Die Liebe, so argumentierte sie, wird einen solchen Menschen auch in einer Gruppe wie wir es hier sind, ertragen. Schließlich haben wir alle einen starken Glauben, einen Glauben, den uns niemand nehmen kann, egal wie sehr dieser Mensch auch gegen klare Aussagen des Wortes Gottes sprechen würde.

Die anschließende Besprechung dieses Gedankens anhand der Aussagen, die wir bislang in den Briefen des Paulus sowie in den Evangelien in Bezug auf Liebe, Glauben und Reinheit des einzelnen Christen sowie der Gemeinde studiert haben, zeigte, dass diese Denkweise so nicht den biblischen Gesamtaussagen entspricht. In Puncto Glauben, Liebe und Geduld lehrt uns das Wort Gottes, darauf zu achten, dass dies alles gesund bleibt, indem wir uns nach der unverfälschten Lehre richten – siehe u.a. Titus 2:1,2: „Du aber sollst dich in allem, was du sagst, nach der unverfälschten Lehre richten. Die älteren Männer halte dazu an, maßvoll, ehrbar und besonnen zu leben, gesund in ihrem Glauben, ihrer Liebe und ihrer Geduld.“ Als Christen müssen wir demnach nicht nur darauf achten, dass unser Glaube gesund bleibt, sondern wir müssen auch in Punkto zu Liebe und Geduld mit anderen Menschen gesund, sprich ausgeglichen und vernünftig sein.

Auf einen gesunden Glauben zu achten, schließt ein, sich nach der unverfälschten Lehre zu richten. Das ist extrem wichtig, denn Paulus lehrt uns in Römer 10:17: „Es bleibt dabei: Der Glaube kommt aus dem Hören der Botschaft; und diese gründet sich auf das, was Christus gesagt hat.“ Würde ich mich dauerhaft einer verfälschten Lehre, einer unbiblischen Argumentation und Darlegung aussetzen, immer wieder etwas anhören, was der Christus so weder gesagt noch gelehrt hat, dann würde dies meinem Glauben schaden, denn ein gesunder Glaube kommt ausschließlich aus dem Hören der Botschaft, die der Christus gepredigt hat. Mein gesunder, mein starker Glaube würde, sofern ich diesen Weg verlasse, krank und schwach werden. Es würde genau das passieren, was Paulus in 1.Timotheus 4:1 schrieb: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden.“ Erkennst Du hier den Kern der Aussage, dass etliche Menschen vom Glauben abfallen, weil sie sich dem Einfluss von irreführenden Geistern und Lehrern ausgesetzt haben? Du kannst als Christ Deinen Glauben tatsächlich wieder verlieren. Daher achte auf deine Gesundheit, Deinen Umgang. Vergleichbar ist das mit einem Menschen, der gesund bleiben will und sich deshalb beispielsweise keineswegs dauerhaft grippekranken Menschen anschließen wird. Er weiß sicher, dass der Virus, der seine Mitmenschen befallen hat, eine Gefahr für ihn sein wird. Wird er infiziert, wird er ebenfalls krank. Daher hält er Abstand, Distanz zu den Kranken, und zwar mindestens solange, bis diese wieder gesund sind, oder? Keineswegs wird er denken, seine Gesundheit wird die mit einem Virus Infizierten heilen – das wäre doch töricht, oder?

Generell mag es in Bezug auf diesen Gedanken sinnvoll sein, im Sinn zu behalten, was Paulus den Korinthern in Bezug auf die Gefahr, den gesunden Glauben zu verlieren, geschrieben hat – in 2. Korinther 11:3: „Denn wie schon am Anfang die Schlange Eva mit ihrer List verführte, so könnte es auch euch gehen: Auch ihr könntet in eurem Denken verwirrt und davon abgebracht werden, einzig und allein Christus zu lieben und an ihn zu glauben.“ Paulus schreibt seinen Mitchristen hier klar und deutlich, dass ein Christ sehr wohl in seinem Denken verwirrt werden kann, so wie das auch Eva passierte. Sie versäumte es, bei dem zu bleiben, was sie durch den Vater kennengelernt hatte. Sie meinte, ihre Ohren und ihr Interesse für etwas öffnen zu müssen, was klar dem widersprach, was sie bereits vom Vater her wusste. Letztlich führte diese Inkonsequenz Evas dazu, dass sie sich von ihrem himmlischen Vater abwandte. Paulus warnt Christen davor, so ein Verhalten wie Eva an den Tag zu legen, denn sie werden so verwirrt, hören auf, den Christus, ihren Herrn, zu lieben und schließlich verlieren sie ihren starken Glauben, ihre feste Überzeugung und Hoffnung. Damit wird wohl biblisch eindeutig bewiesen sein, dass Du Deinen Glauben durch falschen Umgang oder durch Unachtsamkeit tatsächlich wieder verlieren kannst.

Petrus lehrt uns, dass der Teufel umhergeht wie ein brüllender Löwe, der versucht, uns zu verschlingen. Ein gesundes, ein waches, ein flinkes Beutetier wird er zweifellos schwerer fangen als ein krankes, lahmes, träges Beutetier. Im übertragenden Sinne bedeutet das wieder, ein mit einem Virus infizierter, kranker und schwacher Christ ist zweifellos ein leichtes Beutetier für den Teufel. Genau deswegen lehrt uns das Wort Gottes ja, auf unseren Umgang zu achten und alle zu meiden, die nicht bereit sind, das einfache Evangelium anzunehmen. Wer immer wieder gegen dieses einfache Evangelium spricht, wer immer wieder signalisiert, ich will nur diskutieren und am Ende gar streiten, aber einfach nicht annehmen, was die Bibel lehrt, von dem sollst Du Dich als Christ zu Deinem eigenen Schutz fernhalten – siehe dazu u.a. Römer 16:17-18, 2. Timotheus 2:23-26 und 2. Johannes 7-11.

Diese Aufforderung des Wortes Gottes zeugt von wahrer Liebe, womit sich der Kreis wieder schließt. Du kannst gemäß den Worten Jesu aus Matthäus 22:39 Deinen Mitmenschen nur lieben, wenn Du Dich selber liebst. Jesus sagte: „Liebe Deinen Mitmenschen wie dich selbst!“ Als Christ musst Du Dich mindestens so weit lieben, dass Du es Dir auf jeden Fall wert bist, Dir und Deinem Glauben nicht zu schaden. Dies ist die gesunde Liebe, von der auch Paulus in Titus 2:2 sprach. Wenn Du das geschafft hast, dann kannst Du Deinen Nächsten lieben, indem Du ihm gerne hilfst, die Wahrheit, die Gottes Wort lehrt, zu verstehen. Wird Deiner Liebe in dieser Hinsicht aber mit sinnlosen Diskussionen und Streit begegnet, dann sollst Du um Deiner selbst willen, wie Paulus es in 2. Timotheus 2:23 im Auftrag des Christus lehrt, einen Schlussstrich ziehen.

Wenn Du die Aussagen des Wortes Gottes auch hier im Gesamten betrachtest, dann siehst Du die göttliche Harmonie der einzelnen Anweisungen und Aussagen zueinander. Du erkennst, auch die Liebe hat Grenzen, weil Dich Dein himmlischer Vater so zu Deinem eigenen Wohl schützt. Denke hier auch einmal intensiv darüber nach, dass unser himmlischer Vater, der Quell der Liebe, die personifizierte Liebe, ja der Inbegriff der Liebe, diese Grenzen setzt, damit der Gerechtigkeit Genüge getan wird. Wer dauerhaft die Liebe des Vaters ablehnt, wer sich dauerhaft seinen klaren Anweisungen und Aufforderungen entzieht, wird erleben, dass er aus der Liebe des Vaters fällt. Solchen Menschen gewährt der Vater zum Schutz der anderen keineswegs, ins Reich seines Sohnes einzugehen. Du siehst, auch der Vater begegnet den Menschen nicht mit blinder, grenzenloser Liebe und Geduld – auch das lehrt die Bibel ganz klar. Wenn Du das verstehst, dann erkennst Du auch, warum Du Dich gemäß dem Wort Gottes nicht dauerhaft mit Menschen treffen sollst, die sich zwar Christen nennen, aber nicht bereit sind, klare Aussagen der Bibel anzunehmen. Du wirst auch erkennen, dass Du Dich niemals der Gefahr aussetzen solltest, dauerhaften und engen Umgang mit Menschen zu haben, die sich zwar Christen nennen, aber durch ihre Lebensweise – ihr Tun, Handeln und Reden – erkennen lassen, dass der Christus tatsächlich nicht vollständig in ihnen wohnt. Im Endeffekt lehrte uns Petrus das bislang in seinem Brief auf dieselbe schöne Art und Weise, wie es bereits Paulus durch seine Briefe tat.

Die Frage an jeden von uns wäre nun: Wann kommt der Zeitpunkt, dies als von Gott gegeben und vorgesehen zu akzeptieren? Auf das Erkennen erfolgt das Annehmen, auf das Annehmen erfolgt das Umsetzen. Das würde dem fortlaufenden Lern- und Veränderungsprozess, den das Wort Gottes einen Christen lehrt, auszeichnen. Jesus lehrt uns durch Paulus in Epheser 4:23: „Lasst euch in eurem Denken verändern und euch innerlich ganz neu ausrichten.“ An die Christen in Rom schrieb Paulus zu diesem Gedanken: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“ (Röm 12:2)

Wir waren uns zweifellos einig darüber, dass wir diesen Weg der Veränderung strikt gehen wollen. Wer immer nur an die Liebe appelliert, wer immer nur betont, dass Gottes Liebe alles zudeckt, wer lehrt, Gottes Liebe sei grenzenlos, der zeigt, dass er sicher nicht zu denen gehört, an die Petrus seinen Brief hier geschrieben hat, sprich zu denen gehört, die verstehen, was die Bibel im Gesamten lehrt und aussagt. Erneut ein Hinweis darauf, wie wichtig ein persönliches, ein intensives Studium unter Gebet ist. In diesem Zusammenhang sei jedem Leser dieser Zusammenfassung unseres gemeinsamen Studierabends klar mitgeteilt, es wird Dich keinen Schritt weiterbringen, wenn Du Dir jetzt sagst: „Diese Argumentation habe ich verstanden.“ Nein, Du musst sie dir selber herausstudieren, verinnerlichen und dann wirst Du danach leben können, denn nur durch das Erneuern deiner Denkweise wirst Du so handeln können, wie es der Vater und der Sohn lehren.

Petrus erinnerte seine Glaubensgeschwister im weiteren Verlauf seines Briefes damals daran, wach zu bleiben. „Obwohl ich Euch nichts neues schreibe, ist es wichtig, dass ich Euch immer wieder an das erinnere, was ihr ohnehin verstanden habt und bereits fest glaubt“, so argumentiert er in den Versen 12-15. Auch daraus nahmen wir viel für uns heute mit. Um wach zu bleiben, müssen wir uns immer wieder an das erinnern, was wir bereits fest glauben. Wir dürfen nicht aufhören, das Wort Gottes zu lesen und zu besprechen, denn dies hält uns tatsächlich wach. In der Begrüßung vor dem Gebet leitete sich der Moderator mit den Worten ein: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ Wir rudern heute im christlichen Sinne gegen den Strom der falschen Lehren, die die Christenheit verunreinigen und schwach gemacht haben. In dem Moment, in dem wir schläfrig oder müde werden, in dem Moment, in dem wir aufhören würden, gegen den Strom, gegen die Irrlehren, gegen den Morast an unbiblischen Lehren zu rudern, würden wir zurücktreiben, ja, dann würde uns der gottentehrende Strom der Irrlehren wieder vereinnahmen. Schön, dass wir alle gewillt sind, diesen Prozess kein zweites Mal zu erleben. Schließlich haben wir bereits alle das Thema Kirche und Religion hinter uns. Lassen wir daher nie unsere Ruder los, legen wir das Lernen nie ab! Auch wenn sich alles zu wiederholen scheint, jeder Ruderschlag bringt uns ans Ziel und verhindert ein Abtreiben mit dem Strom.

Die Verse 16-21 zeigten uns, dass Petrus seine Mitchristen daran erinnerte, dass er alles, was er über den Herrn Jesus lehrte, nicht erfunden hat, sondern so berichten konnte, weil er ihn kannte und Augenzeuge von seiner Herrlichkeit wurde. Daher verlässt er sich jetzt noch fester auf das, was Gott durch seine Propheten zugesagt hat. Wir unterhielten uns über die Wortwahl des Petrus, darüber, dass es offensichtlich damals schon notwendig war, seine Mitchristen daran zu erinnern, dass das, was über Jesus gelehrt wurde, tatsächlich die Wahrheit und keine erfundene Fabel ist. Wie schnell die Person Jesus offensichtlich zu einem Mythos wurde – selbst unter den Menschen, die sich Christen nannten. Genau deswegen fordert Petrus dazu auf, sich fest auf das prophetische Wort zu verlassen. Wie ein Licht in der Dunkelheit soll es uns leuchten, bis der Tag anbricht, bis der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht. Schön, wie viel positives wir uns hierzu zu sagen hatten.

Abgeschlossen hat Petrus diesen Teil seines zweiten Briefes mit der Ermahnung, ja nie zu vergessen, dass kein Mensch jemals das prophetische Wort aus eigenem Wissen deuten kann. Kein Prophet hat sich selber seine Prophezeiung ausgedacht, NEIN, sie redeten von Gott her getrieben vom Heiligen Geist. Wir sahen darin eine weitere, tiefe Bestätigung unserer Einstellung, uns ausschließlich vom Heiligen Geist belehren zu lassen, ihn als unsere einzige Lehrquelle zuzulassen. Denn zum wiederholten Male haben wir bewiesen bekommen, dass hinter allem, was vom Vater kommt, der Heilige Geist steckt. Willst Du verstehen, was vom Vater kommt, musst Du Dich ausschließlich dieser Quelle zuwenden. Die nächste Gelegenheit dazu hast Du am kommenden Montag, den 12.01.26, wenn es weitergeht in 2. Petrus 2 ab dem Vers 1.