2. Petrus Kapitel 3

19.01.2026 – 2. Petrus Kapitel 3
Lass Dich nicht in die Irre führen!
Vergiss nicht, was die Propheten, Jesus und die Apostel lehrten!
Lebe so, dass Du dem Herrn Jesus ohne Schuld in Frieden gegenüber treten kannst!

Das letzte Kapitel der Briefe des Apostel Petrus bot uns erneut einen wunderbaren Studier- und Forscherabend.

Gleich zu Beginn sagt Petrus seinen Lesern und Zuhörern: Ich wollte euch wieder an so manches erinnern, damit ihr auch in Zukunft aufrichtig und standhaft bleibt (Vers 1). Bitte vergesst nicht, was schon die Propheten Gottes vor langer Zeit gesagt haben! Erinnert euch an die Weissagungen unseres Herrn Jesus, die euch die Apostel weitergeben haben (Vers 2).

Da wir zweifellos einen aufrichtigen Wandel führen wollen und dazu standhaft bleiben möchten in dem, was uns das Wort Gottes lehrt, freuten wir uns über die nun folgenden Erinnerungen und Mahnungen, die Petrus im Auftrag des Herrn Jesus niederschrieb.

In den vorherigen Kapiteln warnte Petrus eindringlich vor Irrlehrern und falschen Propheten. Nun zeigt er diese Personengruppe betreffend auf, dass diesen Menschen im Endeffekt nichts, aber auch wirklich gar nichts heilig ist. Über alles, so schreibt er weiter im Vers 3, machen sie sich lustig. Sie lästern und spotten über die Zusicherung, dass Jesus wiederkommt. Sie wollen Gläubige verunsichern, indem sie ihnen erklären, dass bereits ihre Vorfahren vergeblich auf das Kommen des Christus gewartet haben (Vers 4). Warnend hält er fest, dass diese Menschen nicht wahrhaben wollen, dass Gott schon einmal diese Erde durch eine große Flut zerstört hat. Darum ermahnt er die Gläubigen: Vergesst bitte nicht, der jetzige Himmel und die jetzige Erde werden nur solange bestehen, bis Gott das entscheidende Wort spricht! Dann wird das Feuer des Gerichts über alle Gottlosen kommen (Verse 5-7). Wenn uns Menschen das Warten auf Jesus auch wie eine Ewigkeit vorkommen mag, so ist diese Zeit für Gott relativ kurz, denn er, der Vater der Ewigkeit, hat generell ein anderes Zeitempfinden als seine Schöpfung (Vers 8). Also vergesst nicht, im Endeffekt dient das Warten nur dazu, dass keiner der Auserwählten verloren geht (Vers 9).

Wir tauschten uns gut fünfzig Minuten zu diesen neun Versen aus. Wir bewiesen uns anhand des Wortes Gottes, was mit der Erde und dem Himmel gemeint ist, die für das Feuer der Vernichtung aufgespart sind. Wir bewiesen uns anhand des Wortes Gottes, wer denn gemäß diesem zu den gottlosen Menschen gehört. Sind es nur diejenigen, die generell an keinen Gott glauben oder fallen auch die Menschen darunter, die sich ein eigenes Bild von Gott machen, die vorgeben Christen zu sein, aber ihre Anbetung nach ihren eigenen Ansichten, Wünschen und Begierden gestalten? Und wir unterhielten uns anhand des Wortes Gottes darüber, was dieses tatsächlich in Bezug auf die Aussage, dass tausend Jahre für einen Menschen bei Gott wie ein Tag sind, lehrt. Ist dies so eins zu eins, also buchstäblich zu verstehen, oder nicht? Wir erhielten auf diese wie auf alle anderen Fragen zweifellos eine klare und deutliche Antwort, was uns sehr erfreute und erbaute.

Petrus machte noch einmal deutlich, dass der Tag des Herrn, sein Kommen, für alle unübersehbar sein wird. Keiner kennt das Datum dieses Tages, denn der Herr kommt wie ein Dieb in der Nacht, so Petrus im Vers 10. Was für Menschen solltet ihr, die ihr nun wisst, dass der Herr sicher wiederkommt, da nun sein? Ihr sollt ein Leben führen, erklärt Petrus, das Gott gefällt und allein auf ihn ausgerichtet ist (Verse 11-13). Hier liefen unsere Herzen förmlich über. Hatten wir doch eindrucksvoll in den zwei Petrusbriefen erklärt bekommen, wie ein Leben, das Gott gefällt, aussehen muss. Und wieder fanden wir die Bestätigung, dass nicht jeder, der sich Christ nennt, auch wirklich ein Christ ist. Jesus selbst sagte bereits: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Auch Petrus führte in seinen Briefen eindrucksvoll vor Augen, welche Früchte ein wahrer Christ hervorbringt. Mögen uns diese Aufzählungen immer im Sinn und Herzen bleiben, damit wir, auch was unseren christlichen Wandel angeht, nie nachlassen, nie versagen. Ein bibeltreuer Christ unterscheidet sich in Puncto Lebenswandel gewaltig von dem, was heute unter sogenannten Christen gelebt, akzeptiert und toleriert wird. Ein wahrer Christ achtet auch hier auf seine Reinheit, seine Heiligkeit.

Darum schreibt Petrus allen wahren und bibeltreuen Christen: Ich weiß, dass ihr, meine Freunde, voller Hoffnung darauf wartet, deshalb ermahne ich euch: Lebt so, dass ihr euch nichts vorzuwerfen habt und dem Herrn ohne Schuld und im Frieden gegenübertreten könnt (Vers 14). Es war uns so, als sprach Petrus diese Worte direkt zu uns. Wir stellten uns vor, wie schön es für jeden von uns wird, wenn wir eines Tages guten, reinen Gewissens vor unserem Herrn stehen werden und ihm sagen dürfen: „Jesus, ich habe mir wirklich nichts vorzuwerfen. Ich lebte in Erwartung Deines Kommens und hielt mich an alles, was Du mich durch den Heiligen Geist gelehrt hast. Ich habe für meine Reinheit gekämpft, auf vieles verzichtet, strengte mich an, Dir so gehorsam zu sein, wie Du es dem Vater gegenüber bist. Darum, Jesus, habe ich alles eins zu eins angenommen wie Du es durch Deine Apostel durch den Heiligen Geist hast niederschrieben lassen. Hier bin ich nun vor Dir und danke Dir für Deine Leitung und Liebe, für den Weg, den Du mir durch Dein Opfer und Wirken ermöglicht hast.“ Tja, welch eine Freude wird das sein. Diese Freude brennt in uns, dafür ertragen wir heute gerne Spott und Anfeindungen, auch aus den eigenen Reihen, aus der Christenheit.

Sehr interessant fanden wir auch Petrus Aussagen in Bezug auf die Briefe des Apostel Paulus (Verse 15-16). Er betont hier, dass diese mit der Weisheit von oben geschrieben worden sind, also inspiriert sind. Wie kann ein Mensch, der sich Christ nennt, in Bezug auf den Inhalt dieser inspirierten Briefe also von sich geben, dass diese nicht mehr zeitgemäß sind oder dass der Inhalt dieser Briefe in Bezug auf Ehe, Geschlechter, Moral, Wettkampf eines Christen usw. für einen Christen im 21. Jahrhundert nicht mehr bindend ist? Wie kann sich ein Mensch, der sich Christ nennt, einfach nicht an diese von Jesus gegebenen Gebote und Anweisungen halten, gleichzeitig aber allen Ernstes meinen, Jesus findet an seiner Persönlichkeit und seinem Verhalten Freude? Leider ist eine solche Einstellung und Verhaltensweise innerhalb der Christenheit an der Tagesordnung. Es ist hier leider erneut unumgänglich das Verhalten und die Irrlehren der christlichen Religionen anzusprechen! Jede christliche Religion weicht mindestens von einer klaren Lehre, die in den Briefen des Paulus enthalten sind, ab, missachtet diese. Manche Kirchen und Religionen sind inzwischen derart weit von den klaren Lehren des Christus entfernt, dass es eigentlich an eine Frechheit grenzt, dass sie sich „christlich“ nennen.

Petrus ruft uns wahren Christen am Ende seiner Briefe noch einmal zu: Ihr aber, meine Lieben, wisst nun, wie gefährlich diese Irrlehrer sind. Hütet euch vor ihnen! Lasst euch nicht von eurem festen Glauben abbringen und geht nicht mit ihnen in die Irre (Vers 17).

Genau das ist unser aller Wunsch. Daher treffen wir uns gerne weiterhin am Montagabend, um rein das Wort Gottes zu lesen und zu erforschen. Wie hielten wir an diesem Abend auf die Frage einer Schwester, ob wir uns in zwanzig Jahren wohl immer noch treffen mögen, fest?  JA SICHER – SELBST WENN WIR ALT UND PFLEGEBEDÜRFTIG SIND! Solange wir atmen, denken und eigenständig handeln können, wird es uns ein Leben lang auf den Montagabend freuen, da waren wir uns absolut einig. Welch Freude, mit solchen Mitchristen zusammen sein zu dürfen. Selbst starke Migräne und Schmerzmittel hielten eine Schwester am Montagabend nicht davon ab, mit dabei zu sein. Möge uns der Vater weiterhin segnen und uns weiterhin so liebevoll und fürsorglich durch seinen Sohn führen und leiten.