Unser Beisammensein am 01.09.2025, um Hebräer Kapitel 7 und 8 zu lesen und zu besprechen, war erneut vom Heiligen Geist gesegnet.
Es ist schon phänomenal wie der Bibelschreiber unter Leitung des Heiligen Geistes erklärt, in welcher Weise Jesus Hohepriester nach der Weise des Melchisedeks ist und wie sich sein Priestertum vom aaronischen unterscheidet. Wer als Christ erkennen darf, welche Vorzüge, welchen Erfolg und welche Ewigkeit die Priesterschaft Jesu bringt, der wird keinerlei Verlangen mehr nach dem jüdischen Vorbild haben. Im Gegenteil, der wird klar erkennen, dass alles, was mit dem Gesetzesbund und der Priesterschaft Israels zu tun hat, vorbei ist. Deutlicher wie dies der Schreiber des Hebräerbriefs ausdrückt kann man es eigentlich nicht sagen.
Es war ein faszinierendes Erlebnis als wir uns über den neuen Bund, dessen Vermittler Jesus ist, unterhalten haben. Die Aussagen zu diesem Bund im Kapitel 8 haben wir so offensichtlich und so klar noch nie erkennen dürfen. Gerade die Verse 10-13, die ja ein Zitat aus Jeremia 31, einer Vorhersage Jahwes an das Volk Israel, sind, faszinierten uns in ihrer ganzen Fülle. Jahwe ließ seinem Volk ausrichten: „31 So spricht der HERR: Es kommt die Zeit, in der ich mit dem Volk Israel und dem Volk von Juda einen neuen Bund schließe. 32 Er ist nicht mit dem zu vergleichen, den ich damals mit ihren Vorfahren schloss, als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten befreite. Diesen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war! 33 Der neue Bund, den ich dann mit dem Volk Israel schließe, wird ganz anders aussehen: Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 34 Niemand muss dann den anderen noch belehren, keiner braucht seinem Bruder mehr zu sagen: ›Erkenne doch den HERRN!‹ Denn alle – vom Kleinsten bis zum Größten – werden erkennen, wer ich bin. Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt!“
Dieser Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelte Jesus mit seinem Blut. Er ist der Mittler dieses neuen Bundes. Was lesen wir im Wort Gottes? „Dieser Bund ist nicht mit dem zu vergleichen, den ich damals mit ihren Vorfahren schloss. Der neue Bund wird ganz anders aussehen, denn ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“
Sehen wir heute als Christen nicht genau diese Vorhersage vor unseren Augen erfüllt? Jahwe schreibt uns Christen sein Gesetz ins Herz. Jeder, der Christus, der den heiligen Geist ausgießt, in sein Herz, in sein Inneres einziehen lässt, wird von innen heraus erneuert. Sein Denken und Handeln wird von innen heraus durch Gottes wirksame Kraft, die Jesus ausgießt, bestimmt. Er wird erkennen, wer sein Gott ist und wer der Sohn, der Hohepriester, ist. Er wird erkennen, wer Gottes Volk ist und dass er zum Tempel des wahren Gottes wird. „Niemand“, so die Verheißung weiter, ja „niemand muss dann den anderen noch belehren. Alle – vom Kleinsten bis zum Größten – werden erkennen, wer Jahwe ist.“
Wir stellten fest, wie weit die Christenheit im Allgemeinen doch von dieser einfachen, klaren und wunderbaren Verheißung entfernt ist. Schau Dir mal die Kirchen an. Alle ihre Gottesdienste, ihre Gesetzgebung, ihre Anforderungen, ihre Priesterschaft, der Klerus bis hin zu ihren Gewändern und Mützen – alles beruht fast ausschließlich auf dem alten Testament, auf dem Vorbild der jüdischen Synagoge, auf dem alten verworfenen Bund, den Jahwe mit dem Volk Israel schloss. Schau dir die Zeugen Jehovas und andere Sekten der Christenheit an. Sie drucken bibelerklärende Literatur, erzählen den Menschen, dass Gott den neuen Bund, dessen Mittler Jesus ist, nur mit einer kleinen Gruppe von Nachfolgern geschlossen hat, die wiederum alleine vom Heiligen Geist gesalbt ist und für die Belehrung des ganzen Volkes Gottes zuständig ist. Erkennst Du, wie die Religionen und Organisationen verhindern, dass Jesus bei Dir einzieht, Dich mit Gottes wirksamer Kraft als Dein Hohepriester belehrt, wie sie verhindern, dass Gottes Gesetz Dich von innen heraus erneuert?
Wenn Du Hebräer Kapitel 7 & 8 unter Gebet studiert und gelesen hast, wirst Du erkennen, welche Sünde, welch Lästerung und welch ein Schmach es ist, wenn Kirchen Priester beschäftigen, wenn Kirchen Beichten abnehmen und Dir im Namen Gottes Deine Sünden vergeben. Du wirst erkennen, welch Sünde es ist, wenn Kirchen wie die Zeugen Jehovas Dir einreden wollen, ihre Organisation ist Deine Mutter, die Dir geistige Speise zu rechten Zeit ausgibt. Du wirst erkennen, welch teuflisches Lügenkonstrukt sich hinter allen christlichen Religionen verbirgt und dass sie alle Jesus in Wirklichkeit nicht als ihren Hohepriester, einzigen Mittler und einzigen Retter anerkennen.
Mit in diese Besprechung floss auch das ein, was wir bislang aus unserem Studium der christlich griechischen Schrift in Bezug auf die Art und Weise, wie Christen zusammenkommen, gelernt haben. Wo sagte Jesus „triff Dich drei Mal im Jahr zu Kongressen“? Wo sagte Jesus „bau Kirchen und Königreichssäle, halte darin Vorträge und Predigten, zwinge die Zuhörer Deine Ansicht als die einzig wahre biblische Auslegung anzuerkennen“? Wo spricht das Neue Testament von Gottesdiensten, wie sie die großen Religionen jeden Sonntag zelebrieren? Wo Priester vor einem Altar Weihrauch versprühen und wiederkehrende Zeremonien vorführen? Finden wir nicht all dies im Alten Testament, im Gesetzesbund, der aufgehoben, für nichtig erklärt worden ist, wieder? Sagte Jesus im Neuen Testament nicht vielmehr: „Es kommt die Zeit, wo in Geist und Wahrheit angebetet wird“? Das bedeutet ganz klar, dass die wahre Anbetung Gottes nicht an einen Ort gebunden ist, sondern von Menschen praktiziert wird, die vom Heiligen Geist erfüllt sind und in der Wahrheit Gottes leben. Gott ist Geist, und daher ist echte Anbetung eine innere, spirituelle Angelegenheit, die von seinem Geist geleitet wird. Die ersten Christen erkannten dies sehr deutlich. Forsche doch einmal, wie wir es taten, in den christlich griechischen Schriften nach, wo und wie sich Christen trafen und was sie dabei taten.
Da uns der neue Bund durchwegs mit Freude und Glück erfüllt und wir Jesus von Herzen für das ,was er für uns tat, dankbar sind, treffen wir uns am Sonntag, den 07.09.25 um 18.00 Uhr zum Mahl des Herrn. Wir nehmen in Gedenken an ihn von Brot und Wein und wir werden uns anhand der Bibel darüber austauschen, was wir aus dem Gehorsam Jesu lernen können.
Unser nächstes Bibelforschen findet am 08.09.25 von 19:00 bis 20:15 Uhr statt.
Wie die ersten Christen kommen wir zusammen, um das zu lesen und über das zu sprechen, was die Apostel unter Leitung des Heiligen Geistes niedergeschrieben haben.
Hundert Prozent Bibel – keine menschliche Theologie und Auslegung – keine Rituale aus den hebräischen Schriften – nein, Anbetung in Geist und Wahrheit, wie sie unter den ersten Christen üblich war. Du bist herzlich eingeladen dabei zu sein. Es geht weiter in Hebräer Kapitel 9, dem Vers 1.
