Jakobus Kapitel 2

03.11.2025 – Jakobus Kapitel 2
Bringt Dein Glaube Werke hervor?
Muss ein Christ alle Menschen gleich behandeln?
Was passiert, wenn ich als Christ, auch nur ein Gesetz des Christus nicht beachte?

Das Kapitel 2 des Jakobusbriefes lehrt uns als Christen u.a. sich nicht von der äußeren Erscheinung eines Menschen beeindrucken zu lassen. Der Vers 1 sagt deutlich: Lasst euch nicht vom Rang und Ansehen der Menschen beeindrucken! In den folgenden Versen zeigt Jakobus mit einem sehr schönen Beispiel, wie schnell ein Christ in die Falle tappen könnte und sich vom Ansehen und den Mitteln, die jemand zum Leben hat, blenden lassen könnte. Solchen Menschen besondere Aufmerksamkeiten oder Rechte einzuräumen und dabei den Geringen oder Armen zu benachteiligen, muss für einen Christen tabu sein. Das Leben eines Christen sollte nach dem königlichen Gebot ausgerichtet sein, seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst. Egal ob arm oder reich, egal ob prominent oder bürgerlich – jeder ist Dein Nächster und wird gleich behandelt.

Wer Menschen unterschiedlich behandelt, so der Vers 9, begeht eine Sünde. Da würde es auch nichts helfen, so der Bibelschreiber im nächsten Vers weiter, wenn Du als Christ sonst alle Gesetze und Gebote befolgen würdest. Nein – wer gegen ein Gesetz des Christus verstößt, hat gegen alle verstoßen und somit das ganze Gesetz übertreten.

Unser praxisorientierter Austausch zu diesen Versen und deren Inhalt machte richtig Freude und zeigte uns allen, dass wir wirklich gut daran tun, weiterhin zu lernen und uns weiterhin vom Vater als weicher Ton in seinen Händen formen zu lassen. Gerade im Gemeindeleben ist das Zwischenmenschliche so wichtig. Damit dieses wirklich dauerhaft von Liebe, Freude und Frieden geprägt ist, müssen alle gleich behandelt und gleich angesehen werden.

Unser Lesestoff baute weiter in diese Richtung auf. Die Verse 14-26 betonen, dass sich der wahre Glaube durch Werke beweisen muss. Ja, Christen werden förmlich davor gewarnt, dass ein Glaube ohne Werke tot ist. Auch zu diesen lehrreichen und ansprechenden Versen hatten wir einen sehr interessanten Austausch. U.a. wurde klar definiert, dass die Aussagen des Jakobus den Aussagen des Paulus in keiner Weise widersprechen, der im Römerbrief betont, dass man seine Rettung nicht durch Werke bewirken kann. Ebenso widerspricht sich die Aufforderung des Jakobus in keiner Weise mit den Worten des Paulus aus Epheser, wo dieser betont, dass wir aus Gnade errettet sind. Ja, es war erneut ein tiefgreifendes Erlebnis anzusehen und anzuhören, wie die einzelnen Teilnehmer unserer kleinen Gemeinde in ihren Kommentaren und Beiträgen die Aussagen in den verschiedenen Bibelbüchern analysieren und miteinander verbinden. Man merkte auch hier wieder, wer sich wirklich nur der einen autorisierten Lehrquelle, dem Heiligen Geist, zuwendet. Leider hatten wir ein gutes Jahr zurückblickend hier noch Christen in unserer Gemeinde, die diese verschiedenen und dennoch absolut harmonischen und stimmigen Aussagen weder richtig erkennen noch akzeptieren wollten. Mitunter, weil sie ihre Ohren und Herzen menschlichen Quellen und Lehrmeinungen öffneten, die ihnen einredeten, dass ein Christ nach dem Erkennen des Christus automatisch gerettet ist. Einmal gerettet, für immer gerettet, so ihre Auslegung der Schrift auch in Verbindung mit diesen Versen. Frei von jeglicher Pflicht, frei vom Zwang, Werke zu vollbringen – so ihre Argumentation. Was sie leider bis heute nicht erkennen können ist die tatsächliche Wahrheit, die uns all diese Verse und Aussagen lehren. Es kann weder von einer Pflicht noch von einem Druck gesprochen werden. Im Gegenteil – ein Christ fühlt sich durch seine innere Erneuerung heraus aus Liebe veranlasst, Werke zu vollbringen. Sein Glaube verleiht ihm die Kraft und den Drang, Werke zu tun. All den Christen, die sich weigern Werke hervorzubringen, all den Christen, die sich weigern, das anzuerkennen und auszuführen, was die Bibel lehrt, ruft Jakobus im Auftrag des Vaters im Vers 20 folgendes zu: Wann endlich wirst du törichter Mensch einsehen, dass der Glaube nichts wert ist, wenn wir nicht auch tun, was Gott von uns will? Dem hatten auch wir nichts mehr hinzuzufügen.

Es war wirklich eine Freude sich über dieses Thema so intensiv auszutauschen. Danke an alle Teilnehmer für Eure praxisnahen und lebendigen Beiträge. Auch an diesem Abend verspürten wir wieder wie lebendig, zeitnah und erbauend das Wort Gottes tatsächlich ist. Ferner wie glücklich und zufrieden es macht, darin zu lesen, es unter Gebet zu studieren und sein Leben nach diesem auszurichten.