10.11.2025 – Jakobus Kapitel 3 &4
Hüte Deine Zunge!
Höre auf die Weisheit von oben!
Sei kein Teil dieser Welt!
Wem es freilich gelingt, nie ein verkehrtes Wort zu sagen, den kann man als vollkommen bezeichnen, so lehrt uns Christen das Bibelbuch Jakobus (Jak. 3,2).
Wie wichtig es ist seine Zunge zu beherrschen, war u.a. Thema bei unserem Treffen am 10. November 25. Die Zunge – wenn auch noch so klein – kann voller Ungerechtigkeit und Bosheit sein. Sie vergiftet uns und unser Leben, sie steckt unsere ganze Umgebung in Brand und sie selbst ist vom Feuer der Hölle entzündet (Vers 6). Der Mensch hat gelernt, Schiffe zu steuern und Tiere zu bändigen (Verse 3,4,7), aber kein Mensch kann tatsächlich seine Zunge zähmen (Vers 8). Ja – wir hatten uns zu diesen biblischen Aussagen einiges zu sagen. Es wird wohl keinen Christen auf der Erde geben, der sich hier nicht weiter anstrengen und verbessern kann. Zweifellos ermutigend, wenn man so ehrlich und offen in einer Gruppe über eine Thematik sprechen kann, die uns alle betrifft.
Dann kamen die Verse 13-18 im Kapitel 3 des Jakobusbriefes, die den Unterschied zwischen der Weisheit von oben, der göttlichen Weisheit und der irdischen Weisheit erklären und hervorheben. Im Zuge dieser Besprechung stellten wir durch den Kommentar eines Teilnehmers eine weitere Verbindung zu Sprüche Kapitel 8 her, wo ja auch von der Weisheit gesprochen wird. Es gibt nicht wenige Christen, die diese Verse nicht auf Jesus Christus beziehen wollen. Es war sehr lehrreich und schön, wie unser Bruder Stefan in seinem Kommentar auf 1. Korinther 1,24 verwies, wo Jesus als die Weisheit Gottes bezeichnet wird. Möge diese Erkenntnis dem ein oder anderen Christen helfen, die biblischen Aussagen im Gesamten zu sehen und die Verse aus Sprüche Kapitel 8 auf Jesus anzuwenden. Im Übrigen sind diese Verse nur stimmig mit den anderen Aussagen der Bibel, wenn man sie tatsächlich auf Jesus bezieht. Insgesamt war unser Austausch in Bezug auf die Weisheit von oben, die sich gemäß den Versen 17 und 18 als friedfertig, freundlich, milde, barmherzig, ungeheuchelt und voller guter Früchte auszeichnet, ein wahrhafter Gaumenschmaus. Es ist einfach immer wieder faszinierend, wie die Bibel Dinge gegenüberstellt und wie leicht man als Christ tatsächlich erkennen kann, wer sich tatsächlich von oben leiten lässt und wer sich das nur einredet. Die irdische Weisheit bringt komplett andere Früchte hervor. Diese Früchte werden in den Versen 14 und 15 beschrieben, Früchte wie Neid, Streit, das Verdrehen der Wahrheit. Zu letzterem gehört auch, das Verdrehen der biblischen Wahrheit, weil man einfach nicht anerkennen will, was diese, inspiriert durch die göttliche Weisheit, tatsächlich lehrt.
Das Kapitel 4 führte uns dann intensiv vor Augen, dass ein Christ keine Freundschaft mit der Welt haben sollte, ja haben kann. Die Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist. Warum, so fragte der Bibelschreiber seine Mitchristen damals, warum gibt es so viel Kämpfe und Streitigkeiten unter Euch? So viel Hass und Neid? Es kommt daher, weil sich damals wie heute leider sehr, sehr viele Christen weltlichen Gepflogenheiten, weltlichem Benehmen und weltlichem Gedankengut hingeben. Auch hier hatten wir wieder einen sehr schönen, erbauenden und ehrlichen Austausch miteinander. Gott wünscht sich, so der Vers 5 des vierten Kapitels: „Leidenschaftlich wünscht sich Gott, dass der Lebensgeist, den er in uns wohnen lässt, ganz ihm gehört“. Was dies im Detail bedeutet, wurde durch viele Kommentare richtig breitgetreten und intensiv erklärt. Es war eine Freude, dies erkennen zu dürfen, zu erleben wie der Heilige Geist uns hier tatsächlich neue Gesichtspunkte vermittelt hat. Man hätte diesen Abend des wunderbaren Beisammenseins und Austausches keineswegs versäumen wollen. Wenn es auch für den ein oder anderen Leser arrogant erscheinen mag, diese Gruppe von aufrichtigen Christen wird von oben mit Weisheit, Verständnis und Heiligem Geist gesegnet. Viele von uns sind Jahrzehnte in Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas gegangen, haben dort das komplette Programm mit Eifer und Überzeugung mitgemacht, erfuhren aber tatsächlich nie, was die Bibel wirklich lehrt. Andere machten die gleichen Erfahrungen in der katholischen oder evangelischen Kirche. Die Ursache liegt ganz klar darin, dass sich keine Kirche oder Organisation, ebenso wenig wie die Freikirchlichen Gemeinden, ausschließlich mit der Bibel beschäftigt. Überall erheben sich Menschen über das Wort Gottes und lehren ihre eigene, irdische Weisheit. In totaler Versündigung gegenüber Gott und seinem Sohn behaupten sie dazu noch, dass ihre Auslegung der Heiligen Schrift von Gott kommt. Nicht umsonst warnt Jakobus: Wenige sollen unter Euch Lehrer sein!
Willst Du ebenfalls erleben, wie glücklich und fröhlich es macht, das pure Wort Gottes zu lesen und zu besprechen, dann komm vorbei.
Deine Brüder und Schwestern im Herrn.
