17.11.2025 – Jakobus Kapitel 5
Wann begannen die letzten Tage dieser Welt?
Sollte man sich in diesen Tagen Reichtum aufbauen?
Ist es angebracht seine Mitchristen zu richten oder gegen diese zu klagen?
Das Kapitel 5 fasst den letzten Gedanken des vorherigen Kapitels – Geld und materiellen Besitz als sicher anzusehen und darauf zu vertrauen – noch einmal ergänzend auf. Die ersten Verse sind eine förmliche Warnung an alle, die durch Ungerechtigkeit reich geworden sind, indem sie z.B. anderen den Lohn vorenthalten haben. Ebenso an all diejenigen, die jetzt in Saus und Braus leben. Euer Reichtum, so sagt der Bibelschreiber, wird verrotten, von Motten zerfressen werden. So wie euer Gold und Silber verrosten, so werdet auch ihr vergehen. Wirklich sehr deutliche Worte gefolgt von dem Vorwurf an diesen Personenkreis im Vers 4: Warum habt ihr euch – jetzt, wo die letzten Tage dieser Welt angebrochen sind – bloß Schätze angehäuft? Hieraus erkennen wir sehr deutlich, dass ein Christ vollkommen andere Ziele im Leben haben sollte als ein Mensch, der Gott nicht kennt oder kennen will.
Interessant hierzu waren die vielen Kommentare, die auch das hervorhoben, was wir in den letzten Monaten bereits aus Gottes Wort kennengelernt haben. Ein Christ weiß, dass seit Jesu Himmelfahrt die letzten Tage dieser satanischen Welt begonnen haben. Jeder Christ, der in dieser Zeit geboren wurde und leben durfte, hatte/hat das Zeitfenster seiner Lebensjahre, um zu zeigen, wie er sich von der Weisheit von oben und der Erkenntnis aus Gottes Wort formen ließ/lässt. Auch in Bezug auf den Umgang mit Geld, in Bezug auf die Geldgier oder die Geldliebe sowie seine allgemeine Handhabung, was generell den ungerechten Reichtum anbelangt, der manchen Menschen einfach zufliegt. Jeder Mensch und erst recht jeder Christ wird sich am Tag des Gerichts für seinen Lebensstil und seine Einstellung zum Geld und zu materiellen Schätzen verantworten müssen. Es lohnt sich zweifellos, über dieses Thema persönlich ernsthaft nachzudenken und nötigenfalls Änderungen vorzunehmen.
Weitere, sehr auferbauende Gedanken aus diesem Kapitel fanden wir in den Versen 7 & 8. Wartet geduldig, bis der Herr kommt. Werdet niemals mutlos, denn der Herr kommt bald. Auch hierzu haben wir durch unser gemeinsames Bibelforschen im Neuen Testament ein komplett anderes Bild erhalten, wie z.B. das Bild, das die Zeugen Jehovas lehren. Für diese Christen begann der Tag des Herrn im Jahr 1914 und sollte nach Aussagen Ihres Lehrkörpers, dem treuen und verständigen Sklaven, ursprünglich höchstens solange dauern, bis die Generation, die 1914 erlebt hat, noch am Leben ist. Dies hat ihnen – dem treuen und verständigen Sklaven – Jehova so mitgeteilt. Nachzulesen ist dies so in der gesamten Literatur der jw.org von 1930 bis 1975. Da inzwischen über 100 Jahre vergangen sind und die Generation von 1914 schon lange verstorben ist, griff der treue und verständige Sklave – biblisch gesehen, der falsche Prophet, der den Tod verdient – zu weiteren Lügen und Falschaussagen, z.B. der überlappenden Generation und weiteren, wirklich unerträglich dummen Lehren. Immer mit dem starken Drängen, die Anhänger bei Laune und in Erwartung zu halten. Fakt ist aber, dass dies im Laufe von Jahrzehnten zur völligen Abstumpfung und zur Resignation bei den meisten Zeugen Jehovas geführt hat.
Wie schön dagegen, wenn sich ein Christ ausschließlich vom Heiligen Geist allein durch Gottes Wort belehren lässt und so wie wir in unserer Gruppe erkennen darf, dass die letzten Tage seit Jesu Himmelfahrt begannen und dass sein Kommen tatsächlich für jeden Menschen, der seit 33 u.Z. bis zum heutigen Tag gelebt hat, nahe war/ist, denn jeder hat eben genau das Zeitfenster seines Lebens, um mit seinem Tun und Handeln sowie seinem Leben zu zeigen, ich warte auf meinen Herrn Jesus. Wann dieser genau wiederkommt, wissen wir nämlich tatsächlich nicht. Jesus sagte klar, dass dies für seine Nachfolger auch nicht wichtig ist. Im Gegenteil, sie sollten allezeit mit seinem Kommen rechnen. Ein Christ, der das richtig verstanden hat, wird nie mutlos, denn er weiß, der Herr ist nahe. Wenn er wie die meisten Menschen vor dem Eintreffen des Herrn sterben muss, so weiß er, dass er an dem Tag auferstehen darf, an dem der Herr die Seinigen zu sich holt. Und da die Zeit des Todes gemäß dem Wort Gottes ein tiefer Schlaf ist, wo es weder Wirken noch Denken gibt, vergeht genau genommen die meiste Zeit, in der wir Christen bislang auf das erneute Kommen unseres Herrn gewartet haben, im Tiefschlaf. Umso schöner die Erkenntnis, seine wenigen Lebensjahre für den Herrn zu leben.
Wer Letzteres tut, wird weder über seine Brüder noch über seine Schwestern richten oder klagen, so der Vers 9. Er weiß, der Richter – Jesus – steht vor der Tür. Ein Christ weiß ebenfalls, dass Jesus klar und deutlich sagte, dass der Weizen und das Unkraut zusammen wachsen werden, bis die Ernte eingesammelt wird. Dann wird durch Jesus entschieden, wer gerettet und wer ins Feuer geworfen wird, wer Weizen (wahrer Christ) oder Unkraut (Scheinchrist) ist. Mit diesem Verständnis wirst Du Dir als Christ nie ein Urteil über Deine Mitchristen erlauben. Natürlich wirst Du Dich jederzeit anhand des Wortes Gottes mit jedem, der sich Christ nennt, austauschen und natürlich wirst Du Dein Gegenüber darauf aufmerksam machen, dass die Bibel eventuell etwas anderes lehrt als er/sie von sich gibt. Allerdings wirst Du ihm/ihr das Christsein nicht absprechen. Das steht Dir nicht zu. Daher nennen wir auch die Zeugen Jehovas hier Christen – siehe oben – obwohl wir ihnen unbiblische Lehren nachweisen. Wenn ein Mensch, der sich Christ nennt, nicht annimmt, was die Bibel lehrt, dann verurteilt er sich gemäß Jesu Worten fortwährend selber. Jesus wird ihn am Ende, bei der Ernte richten. Wir stellten fest, dass es ungemein befreit, keiner Religion anzugehören, sondern frei und treu bei dem bleiben zu können, was die Bibel tatsächlich lehrt. Somit bleiben wir für alle Mitchristen offen und freuen uns immer wieder, aufrichtige Christen kennenzulernen.
Sehr interessant war auch der Austausch zu den Versen 13-18. Das Gebet für den Kranken. Den körperlich Kranken und den geistig Kranken, so unser Verständnis hierzu. Es besteht hier kein Grund, eine Art Krankheit auszuschließen. Das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt – und das sollte ja bei den Ältesten der Gemeinde und den Gemeindeleitern der Fall sein – hat große Kraft. Einfach wunderbar, wenn man sich vertrauensvoll und frei an wirklich treue und reife Männer wenden kann, die für einen beten. Da wir ja noch eine sehr junge und kleine Gemeinde sind, dazu großflächig verteilt und uns vorwiegend nur über Zoom treffen, waren die Überlegungen angebracht, wer in unserer Gemeinde zu solchen Männern gerechnet werden darf. Wen darf ich bitten, mit mir zu beten, wessen Gebete haben große Kraft? Jeder Bruder tut zweifellos gut daran, sich immer wieder zu prüfen, ob er inzwischen fortgeschritten ist, wie er sich mit einbringt. Er tut gut daran, Gebete bei unseren Treffen zu sprechen, sich darin zu üben, sich dafür freiwillig zu melden. Er tut gut daran, sich einzubringen, sich zur Verfügung zu stellen, z.B. in Puncto Ausrichtung des Mahl des Herrn, usw. Wo zwei oder drei in Jesu Namen zusammenkommen, so haben wir dies zusammen gelernt, spricht man im biblischen Sinne schon von einer Gemeinde. Und wie jeder Zusammenschluss von mehreren Menschen nur funktioniert, wenn jemand etwas in die Hand nimmt, so funktioniert eine christliche Gemeinde auch nur, wenn Dinge in die Hand genommen werden und zwar von Männern, die sich bereitwillig an das Wort Gottes halten, so sieht es die Bibel nun mal vor.
Abgeschlossen hat Jakobus seinen Brief mit den wunderbaren Worten (Verse 19 & 20 Elberfelder):
Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zurückführt, so wisst, dass der, welcher einen Sünder von der Verirrung seines Weges zurückführt, dessen Seele vom Tode retten und eine Menge von Sünden bedecken wird.
Von der Wahrheit abirren bedeutet nicht, von den Lehren einer Religion oder Organisation wie der jw.org abzuirren, sondern von dem abzulassen, was die Bibel tatsächlich lehrt. Und schon passt auch dieser Text wieder zu allen anderen Aussagen der Heiligen Schrift, wie z.B. prüft alles, haltet am Guten fest, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind. Wenn das in Deiner Religion oder Organisation nicht möglich ist, dann hast Du schon den ersten Beweis dafür, dass Du nicht dem Vater und seinem Wort folgst.
Daher eine abschließende Bitte von unserer Gruppe an alle Christen, egal welcher christlichen Religion oder Organisation Du auch angehören magst:
Vergleiche alles, was Dich Deine Religion lehrt, mit dem, was die Bibel tatsächlich lehrt. Stellst Du Unterschiede fest – und die wirst Du zweifellos feststellen – so trenne Dich von den Geistern, die nicht von Gott kommen. 1. Joh. 4,1 sagt, dass viele falsche Propheten in die Welt hinausgegangen sind. Folge nicht solchen Menschen, folge Gott allein.
