Judas

09.03.2026 – Der Brief des Judas
Wie ernst nimmst Du die Warnungen Gottes wirklich?
Gibt es die Lehre einer zweiten Chance ?

09.03.2026 – Der Brief des Judas         

Es ging gleich sehr interessant los mit dem Vers 1, der uns preisgibt, wer dieses Bibelbuch geschrieben hat – Judas, der Bruder des Jakobus. Ob es sich hierbei tatsächlich um den Halbbruder Jesu gehandelt hat, gibt die Heilige Schrift nicht eindeutig her. Natürlich sind sich fast alle Bibellehrer und Kommentatoren darüber einig, dass es sich bei dieser Angabe um Jesu Halbbruder handelt, weil zudem sehr vieles dafür spricht. Welcher wahre Christ hört aber auf Menschen? Wie gesagt, der Schreiber des Judasbriefes kann nicht als hundertprozentige Tatsache aus der Heiligen Schrift entnommen werden, ähnlich wie beim Hebräerbrief, dem allgemein der Paulus als Schreiber zugeordnet wird obwohl dies ebenfalls nicht zu hundert Prozent aus der Heiligen Schrift hervorgeht. Wir debattierten kurz, ob es Sinn macht, sich auf menschliche Theorien und Indizien einzulassen oder ob man stattdessen das Faktum „einfach nicht bekannt“ als Bibelforscher akzeptieren sollte und sich mehr auf den Inhalt als auf den Schreiber konzentriert, was eigentlich der tatsächlichen Bestimmung eines Bibelbriefes entspräche. Letztlich entschieden wir uns dafür, uns auf den Inhalt anstatt auf den Schreiber zu konzentrieren. So gleichen wir auf keinen Fall den Menschen, die Nachforschungen über unwichtige Dinge anstellen und so ihre kostbare Lebenszeit in biblischem Sinne vergeuden.

Judas grüßt seine Brüder damit, dass er ihnen immer mehr Barmherzigkeit, Frieden und Liebe seitens des Vaters wünscht. Möge der Vater seine Brüder damit erfüllen. Genau das wünschen auch wir uns gegenseitig, denn nur so wird es uns allen möglich sein, Kinder Gottes zu bleiben.

Als traurig empfanden wir es, dass Judas seinen Brüdern damals leider nichts in Bezug auf ihr gemeinsames Heil schreiben konnte. Nein, stattdessen musste er sie durch seinen Brief ermahnen, für den Glauben zu kämpfen und zwar für den Glauben, wie er denen, die zu Gott gehören, also den Kindern Gottes, ein für alle Mal überliefert ist. Man könnte gerade meinen, Judas schreibt an die heutigen Christen. Als interessant empfanden wir, dass Judas schrieb: Kämpft für den Glauben, wie er denen, die zu Gott gehören, ein für alle Mal überliefert ist. Wir waren uns in Verbindung mit dem, was wir bislang aus dem Wort Gottes gelernt haben, einig, dass jedes Kind Gottes versteht, dass bereits damals zur Zeit des Judas alles überliefert worden ist, was ein Kind Gottes in Bezug auf seinen Glauben, das Evangelium und die tatsächliche Wahrheit wissen muss. All das wurde für kommende Generationen durch die Briefe der Bibelschreiber festgehalten. Neues wird es somit nicht mehr geben. Es ist bereits ein für alle Mal alles vermittelt. Daher sagte Paulus z.B. in Galater 1 Vers 8 ganz klar: „Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: Er sei verflucht!“ (Elberfelder Bibel). Wenn es auch erneut sehr hart klingen mag, auch Judas betont hier sehr deutlich, woran man ein Kind Gottes erkennen kann. Ein Kind Gottes kämpft für die Wahrheit, die ein für alle Mal überliefert worden ist. Wer kein Kind Gottes ist, hört auf Menschen, glaubt falschen Propheten, der spricht von „neuem Licht“, der setzt den Inhalt von Schriftstudien eines Menschen dem Wort Gottes gleich – so z.B. die Zeugen Jehovas in Verbindung mit den Schriftstudien des Charles T. Russel. Ähnliches passiert auch in anderen Religionen, z.B. bei der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die den Inhalt des Buches Mormon von Joseph Smith höher stellen als den Inhalt des Wortes Gottes. Auch bei der katholischen Kirche wird dem Katechismus mehr Bedeutung zugeschrieben als dem Inhalt des Wortes Gottes. Es lohnt sich als Christ darüber nachzudenken, warum Judas schrieb, das ein für alle Mal alles überliefert worden ist. Zur Erinnerung: Kinder Gottes erkennen den Inhalt der Aussage des Judas und kämpfen für den wahren Glauben.

Dieser Kampf um den wahren, einzigartigen Glauben ist so wichtig, weil sich damals wie heute Menschen unter wahre Christen einschleichen, die seitens des Vaters eigentlich schon für ihr Gericht aufgeschrieben sind, so betont das Judas nun ganz explizit in seinem Brief. Er erinnert uns daran, dass Gott zu allen Zeiten einzelne Menschen gerichtet hat, die zwar vorgaben zu Gottes Volk zu gehören, die zwar vorgaben seine Kinder zu sein, aber durch ihre Lebensweise und Taten zeigten, wessen Kinder sie wirklich sind. Selbst Engel werden von Gott gerichtet, so Judas weiter, weil sie sich nicht an seine Ordnung hielten. Und dann steigert Judas das alles noch einmal gewaltig, indem er das, was die von Gott gerichteten Engel taten, mit dem vergleicht, was die Menschen in Sodom und Gomorra taten und duldeten. Er hält fest, dass auch diese Menschen hierfür von Gott gerichtet worden sind.

Es erhob sich die Frage, ja gar eine Diskussion darüber, ob die Menschen von Sodom und Gomorra eine Auferstehung zum Leben erhalten werden? Die Meinungen hierzu gingen leider deutlich auseinander. Während die einen aus ihrem Verständnis heraus von einer zweiten Chance sprachen und festhielten, dass Jesus diese Entscheidung am jüngsten Tage treffen wird, sind andere von uns klar davon überzeugt, dass ein göttliches Gericht, wie es damals die Menschen von Sodom und Gomorra und Umfeld erreichte, eine endgültige Sache ist. Sie argumentieren, dass ansonsten ja auch die Menschen, die beim Kommen des Christus in die Vernichtung gehen werden, irgendwann einmal eine zweite Chance erhalten müssten. Ebenso die Menschen, die zur Zeit des Noah bei der Sintflut ums Leben kamen. In ihren Augen lehrt die Bibel klar, dass ein göttliches Gericht stets fair, gerecht und endgültig ist. Sie sehen sich durch die Aussage im Vers 7 bestätigt, in dem geschrieben steht, dass die Menschen aus Sodom und Gomorra die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben. Denn genau dies wird auch in Bezug auf den Teufel gesagt, auch er wird die Strafe eines ewigen Feuers erleiden. In Bezug auf die weitverbreitete unbiblische Lehre einer zweiten Chance sei die Frage erlaubt, wo die Bibel diese lehrt? U.a. wird hier auf die Aussage in Römer 6 Vers 23 hingewiesen, wo angeblich zu lesen ist, dass jeder Mensch mit seinem Tod seine Sünden bezahlt hat. Weiter wird dann in Bezug auf die zweite Chance behauptet, dass jeder Mensch bei seiner Auferstehung wieder bei null anfängt. Auch hier die Frage: Lehrt das die Bibel wirklich so? Aus unserem Studium des Wort Gottes wissen wir bislang sicher, dass Römer 6 Vers 23 in keiner so verstanden werden kann, dass mit dem Tod alle Sünden bezahlt und zurückgesetzt sind. Das würde so weder zu Römer 14 den Versen 11, 12 noch zu Offenbarung 20 dem Vers 12 passen. Ebenso wissen wir aus unserem bisherigen Studium des Wortes Gottes, dass jeder Mensch, den Zeitstrahl seines Daseins nutzen sollte um die Gebote Gottes zu halten und Gutes zu tun. Daran wird er wie das u.a. in Offenbarung 20 dem Vers 12 geschrieben steht, einmal gerichtet. Die Lehre einer zweiten Chance passt ebenso nicht zu Jesus Worten aus Johannes 12 dem Vers 48 durch die er ganz klar erklärt, dass jeder der ihn als Herrn verwirft und seine Worte nicht annimmt am letzten Tag durch das gerichtet wird, was er (Jesus) lehrte und gebot. Da Jesus auch lehrte, dass der Vater und er absolut eins sind, wird wohl kaum jemand erwarten, dass Jesus den Menschen wieder leben schenkt, die sein Vater in einem göttlichen Gericht bereits gerichtet hat, womit wir wieder bei den Menschen aus Sodom und Gomorra sind. Wie gesagt – wir konnten in unserer Gruppe hierzu an diesem Abend keine einheitliche Denkweise erzielen.

Einig waren wir uns aber in dem einen Punkt, dass uns die Worte des Judas zweifellos als Warnung dienen sollten. Keiner von uns möchte solchen Menschen gleichen, womit wir wieder bei der Warnung angekommen sind, ja niemals auf die bereits von Gott für das Gericht bestimmten Menschen zu hören, die sich unter wahre Christen einschleichen. Hierzu wollen wir im Nachgang anmerken, dass die Lehre von einer zweiten Chance für alle Menschen in Wirklichkeit auch von den Menschen kommt, die Gott bereits für sein Gericht bestimmt hat. Nachforschen und nachsinnen mag hierzu sehr dienlich sein!

Wie Paulus, wie Petrus, wie Johannes spricht nun auch Judas sehr klare, direkte und harte Worte in Bezug auf diese Irrlehrer, falschen Propheten und bereits von Gott gerichteten, angeblichen Christen aus. Er sagt über sie in den Versen 10-19 (HFA): „Diese Leute aber spotten über Dinge, die sie überhaupt nicht verstehen. Ohne jede Vernunft wie die Tiere, folgen sie nur ihren Trieben. Damit richten sie sich selbst zugrunde. Wehe ihnen! Sie folgen dem Beispiel von Kain, der seinen Bruder umbrachte. Wie Bileam haben sie sich für verkehrte Wege entschieden, weil sie sich davon Gewinn erhofften. Und wie Korach gehen sie an ihrer Aufsässigkeit zugrunde. Wenn ihr euch zu euren gemeinsamen Mahlzeiten versammelt, feiern sie unverfroren mit und haben dabei nur sich selbst und ihr Wohl im Blick. Ein Schandfleck sind sie für eure Gemeinde! Sie sind wie Wolken, die vom Sturm vertrieben werden, ohne dass sie den ersehnten Regen bringen, wie verdorrte Bäume, auf denen man zur Erntezeit die Früchte vergeblich sucht. Sie sind vollkommen tot und entwurzelt. Sie sind wie die wilden Meereswogen, die ihren Schmutz und Unrat ans Ufer werfen. Sie gleichen Sternen, die aus der Bahn geraten sind, und werden in der ewigen Finsternis versinken. Henoch, der in der siebten Generation nach Adam lebte, kündigte diesen Leuten schon damals ihr Urteil an, als er voraussagte: »Seht, der Herr kommt mit vielen tausend heiligen Engeln, um über alle Menschen Gericht zu halten. Alle, die von Gott nichts wissen wollen und sich gegen ihn auflehnen, wird er dann verurteilen. Ja, sie bekommen ihre Strafe für ihr gottloses Treiben und all die anmaßenden Worte über ihn.« Diese Leute sind ständig unzufrieden und beklagen voller Selbstmitleid ihr Schicksal. Sie lassen sich von ihren Begierden antreiben, schwingen einerseits große Reden und kriechen andererseits vor den Leuten, wenn sie nur irgendeinen Vorteil davon haben. Lasst euch im Glauben nicht beirren! Ihr aber, meine lieben Freunde, sollt daran denken, was die Apostel unseres Herrn Jesus Christus vorhergesagt haben. Sie warnten euch davor, dass in dieser letzten Zeit Menschen auftreten werden, denen nichts heilig ist. Sie wollen nichts von Gott wissen und lassen sich nur von ihren selbstsüchtigen Begierden leiten. Sie spalten die Gemeinde. Ihr ganzes Tun und Denken ist auf diese Welt ausgerichtet; Gottes Geist ist nicht in ihnen.“

Den klaren Worten des Judas hatten wir nichts mehr hinzuzufügen, was diese angeblichen Christen anbelangt.

Doch wie intensiv erreichen uns persönlich die Warnungen und Worte der Bibelschreiber heute in Bezug auf diese Menschen wirklich? Wie handhabe ich meinen Umgang mit diesen Leuten in einer Gemeinde? Wie ernst nehme ich die Warnungen seitens des himmlischen Vaters, dass diese Leute gefährlich für mich, sein Kind, sind? Betrachte ich diese Leute als Schandfleck in der Gemeinde, erkenne ich, dass sie keinerlei Früchte bringen, dass sie nur Schmutz und Unrat ans Ufer werfen? Ist mir wirklich klar, dass Jesus diese Menschen bei seinem Kommen mit seinen heiligen Myriaden richten wird? Verstehe ich, dass ich selber nur heilig, nur rein sein kann, wenn ich mich von unheiligen, unreinen Menschen fern halte? Habe ich verstanden, was Judas mir mit den Worten aus dem Vers 8 „Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte“ tatsächlich sagen will?

Es zeigt sich immer mehr, ja es wird immer offenkundiger, wer sich ausschließlich vom Heiligen Geist belehren lässt und wer tatsächlich die Woche über nachsinnt, betet und Anleitung durch den Heiligen Geist sucht. Wir alle, das haben wir auch an diesem Abend wieder bemerkt, tragen teils noch tiefe Spuren der satanischen Belehrung aus unserer Vergangenheit in uns, die uns immer wieder blind machen für den tatsächlichen Inhalt des Wortes Gottes, den wahren Glauben, die eine Wahrheit, die ein für alle Mal überliefert worden ist. Wünschen wir uns gegenseitig, so wie Judas es seinen Brüdern wünschte, dass uns immer mehr von Gottes Barmherzigkeit, Frieden und Liebe widerfahre. Nur so können wir Stück für Stück erkennen, aufnehmen und umsetzen, was er uns durch sein Wort lehrt.

Wir haben sicher alle enorme Fortschritte und große Sprünge in dem einen Glauben, der ein für alle Mal übermittelt worden ist, getan. Aber wir haben alle noch gewaltig Luft nach oben. Möge uns das Loslassen von den Irrlehren, denen wir in der Vergangenheit zum Opfer gefallen sind, mit der Hilfe des Heiligen Geistes völlig gelingen. Vergessen wir nie, dass jedes Abwenden vom Heiligen Geist, indem ich beispielsweise wieder Bücher und Abhandlungen von Menschen zu biblischen Aussagen lese, einem Rückschritt gleicht. Ich verachte damit die Warnungen die wir die letzten Monate in den Briefen der Apostel erhalten haben. Wer die Fehler der Vergangenheit immer wieder macht, wer Gottes Warnungen und Ratschläge immer wieder bei Seite schiebt, dem wird es niemals gelingen, die eine Wahrheit, den einen Glauben zu erkennen und zu pflegen.  Der wird auch nie in der Lage sein, dem einen Herrn zu folgen, was bedeutet, alles mit seinen Augen zu sehen und nicht seine eigenen Gedanken und Emotionen mit einzubringen. Letzteres passiert leider immer wieder. Man merkt leider immer wieder, dass manche klaren Aussagen des Wortes Gottes kaum angenommen werden können. Der Hang zur Abschwächung ist immer wieder ersichtlich. Zweifellos ein Zeichen dafür, dass man sich falsch ernährt, sich nicht ausschließlich am Tisch des Herrn ernährt. Die Wahrheit, der Glaube den ein Kind Gottes auszeichnet, wurde ein für alle Mal überliefert. Wünschen wir uns gegenseitig, dass es uns allen gelingt, diesen durch den Heiligen Geist in uns entfalten zu können. Niemand anders als der Heilige Geist wird dies tun können.